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Presseschau / Autorenindex
Ferreira, Paulo
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Geldstrafe für Portugal Telecom
Das portugiesische Kartellamt (Adc) hat die Telefongesellschaft Portugal Telecom (PT) zu einer Geldstrafe in Rekordhöhe von 38 Millionen Euro verurteilt, weil sie ihre marktbeherrschende Position ausgenutzt hat. Paulo Ferreira ist damit einverstanden: "Die PT will gegen dieses Urteil Berufung einlegen, aber für den Verbraucher bedeutet das Urteil einen wichtigen Schritt zu dessen Schutz. Zum ersten Mal ist ein portugiesisches Unternehmen für einen derartigen Missbrauch bestraft worden... Die PT hat vorher schon gezeigt, dass sie weder Konkurrenz noch Regeln schätzt. Sie steht sinnbildlich für solche Verhaltensweisen, die aus Portugal ein Land mit immer weniger Wettbewerb und Konkurrenz machen: Monopolbildung und gute Einkünfte für die Aktionäre auf Kosten der Verbraucher und der Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. Seit heute kann die PT nicht mehr hingehen und behaupten, dies sei verleumderisches Reden."
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Portugal fürchtet Immobilienkrise in Spanien
Paolo Ferreira sagt das baldige Ende des spanischen Wirtschaftsbooms voraus, nachdem am 24. April die Immobilienwerte an der Madrider Börse stark gefallen sind. "Das Immobilienfieber hat zwei von drei Spaniern dazu gebracht, Immobilien zu kaufen. Das ist beinahe doppelt soviel wie der EU-Durchschnitt. Dennoch stehen viele Wohnungen leer, weil sie sich nicht mehr verkaufen lassen oder weil zu viele Wohnungen gekauft wurden, um schnelles Geld zu machen. Es besteht jetzt das Risiko, gerade weil die Zinsen gestiegen sind, dass die Preise stark fallen und die Nachfrage wieder steigt, was vielen Familien, Unternehmen und Banken erhebliche Verluste bescheren würde, egal ob es sich um echte oder potenzielle Verluste handelt. Das Szenario ist düster, aber es entspricht der Wirklichkeit. Es ist so reell wie der Schatten, der damit auf die portugiesische Wirtschaft fallen würde."
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Globale Perpektive der Gewerkschaften
Der Journalist Paulo Ferreira glaubt, dass der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB), der am 1. November in Wien gegründet wurde und rund 300 Gewerkschaften aus 154 Ländern vertritt, eine wichtige Vermittlerrolle im Globalisierungsprozess spielen kann. "Sie kommt spät, aber die Gründung des IGB ist eine gute Nachricht. Unter der Bedingung, dass er sich nicht mit Absichtserklärungen zufrieden gibt, eine konstruktive Haltung einnimmt und nicht ständig irgendetwas zu blockieren versucht. Das heißt beispielsweise, dass die Gewerkschaften verstehen müssen, was sich in der Welt geändert hat: Sie müssen nicht mehr in den reichen Ländern für die kompromisslose Verteidigung der Rechte derer, die dort arbeiten, eintreten. Die Rechte und Lebensbedingungen der Arbeiter müssen in den Ländern verteidigt werden, die im Globalisierungsprozess dazu stoßen: China, Indien oder Brasilien. Solange die Arbeiter dieser Länder arm bleiben und ohne Rechts- und Arbeitsschutz sind, werden die nomadisch agierenden Unternehmen diese Länder weiter bevorzugen."
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