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Presseschau / Autorenindex


Föderl-Schmid, Alexandra


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Der Standard - Österreich | 05.09.2006

Reform des Pflegesystems durch Öffnung des Arbeitsmarktes

Seit Wochen bestimmt die Debatte um eine Reformierung des Pflegesystems die politische Agenda vor den Parlamentswahlen in Österreich. Alexandra Föderl-Schmid kommentiert: "Österreich steht mit dem Phänomen nicht allein da, auch in anderen europäischen Staaten ist die demografische Entwicklung ähnlich, so dass die Betreuung älterer Menschen immer mehr Familien vor Probleme stellt. In allen anderen EU-Staaten hat man sich nicht zuletzt deshalb für den pragmatischen Weg entschieden, in Österreich – den Wahltermin im Blick – zuerst einmal für den populistischen und vermeintlich populären... In sieben von 15 EU-Staaten sind die Arbeitsmärkte inzwischen ganz geöffnet, in mehreren Mitgliedsstaaten immerhin für Teilbereiche. Frankreich, Belgien und die Niederlande waren mit Blick auf den eingestandenen Pflegenotstand immerhin so klug, diesen Bereich von vornherein auszunehmen. Den Weg hätte auch Österreich einschlagen können, wenn die bekannten Schwierigkeiten in diesem Bereich schon im Frühjahr offen diskutiert worden wären. Dass sich Österreich nun spät, aber doch für diese – von der EU-Kommission – stets skizzierte Möglichkeit entschieden hat, zeugt von einer gewissen Einsicht, sogar in Wahlkampfzeiten."

Der Standard - Österreich | 09.08.2006

Sind die europäischen Kernkraftwerke sicher?

Für Alexandra Föderl-Schmid ist es kein Zufall, dass gleich zwei schwere Vorfälle in europäischen Atomkraftwerken an einem Tag ans Licht kamen: "Im schwedischen Kernkraftwerk Forsmark fielen zentrale Sicherheitsvorkehrungen aus, ein Experte sprach vom schwersten Störfall seit Tschernobyl. Damit sind Argumente vom Tisch gewischt, dass ein GAU in einem westlichen Atommeiler nicht passieren kann. Fast gleichzeitig liefen im tschechischen Atomkraftwerk Temelin, das nur wenige Dutzend Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt ist, mehrere tausend Liter verstrahltes Wasser aus. Erst kurz davor war der betreffende Reaktorblock wegen einer undichten Ölleitung außer Betrieb genommen worden. Beide Vorfälle sind ein Signal und werden eine Neuauflage der Diskussion über die Nutzung der Kernenergie in Europa bewirken. Das ist auch gut so, denn gerade noch schien alles auf eine verstärkte Nutzung dieser Energiequelle auf dem Kontinent hinzuweisen."

Der Standard - Österreich | 14.02.2006

Umstrittene Dienstleistungsrichtlinie

Alexandra Föderl-Schmid freut sich, dass "das umstrittene Herkunftslandprinzip zu Fall gebracht worden ist... Damit ist der Hauptkritikpunkt vom Tisch. Der Vorwurf, es handle sich bei der Richtlinie um ein Symbol für den Vormarsch des Neoliberalismus, ist bei fairer Betrachtung nicht mehr gerechtfertigt. Dass die Dienstleistungsfreiheit schon jetzt eines der Grundprinzipien der EU ist, muss auch berücksichtigt werden. Dass das EU-Parlament die Vorreiterrolle bei der Neugestaltung der Richtlinie übernommen hat, nicht die Mitgliedstaaten und nicht die Kommission, zeugt von einer Kräfteverschiebung und zeigt: Kritik kommt auch auf EU-Ebene an."

Der Standard - Österreich | 05.01.2006

Die Konsequenzen aus dem Gasstreit

Alexandra Föderl-Schmid fordert, dass die EU Lehren aus dem vorerst beigelegten Konflikt ziehen soll. "Es ist absehbar, dass in nächster Zeit die größte Gefahr für die Energieversorgung Westeuropas nicht von einer Knappheit der Ressourcen, sondern von der Konzentration der Lieferanten ausgeht. Deshalb gilt es nun, möglichst rasch eine Diversifizierung der Energieeinfuhren zu erreichen, wie dies die USA bereits seit Längerem praktizieren. Die Golfstaaten und die Anrainerländer rund um das Kaspische Meer kommen hier als alternative Anbieter in Frage. Zur Streuung des Risikos trägt aber auch der Neubau von Pipelines durch andere, nicht osteuropäische Länder bei. Der Gaskonflikt sollte eine Warnung für die Europäer sein und dazu beitragen, sich endlich zu einer gemeinsamen Energiepolitik durchzuringen. Dabei sollten auch verbindliche Ziele zur Verringerung des Energieverbrauchs festgelegt werden. Europa könnte damit, wie im Bereich Klimaschutz, sogar zum weltweiten Vorreiter werden."

Der Standard - Österreich | 21.12.2005

Österreichs negatives Bild von der EU

Alexandra Föderl-Schmid kommentiert das neueste Eurobarometer, nach dem unter allen Europäern die Österreicher die negativste Einstellung zur EU haben. Nur 24 Prozent der Österreicher haben ein positives Bild von der EU, der EU-Durchschnitt liegt bei 44 Prozent. "In dieser Deutlichkeit ist das Ergebnis auf den ersten Blick überraschend, auf den zweiten aber nicht mehr. Jahrelang sind von österreichischen Politikern zu Hause auch zu hohe und oft falsche Erwartungen geschürt worden... Ebenfalls zum EU-Frust beigetragen haben Politiker mit ihrem Verhalten, in Brüssel einer Entscheidung zuzustimmen und daheim dann gegen die EU zu schimpfen, wenn sich an den Stammtischen und am Boulevard negative Stimmung breit macht."

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