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Foix, Lluís
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Neuer Kurs der Weltpolitik
Der ehemalige Chefredakteur der Tageszeitung La Vanguardia, Lluís Foix, schreibt auf seinem Blog über eine bevorstehende neue Ära in der Weltpolitik. "Die Politik nimmt nun einen neuen Kurs. Den größeren Rahmen dafür bieten die Wahlen in den USA, die die Tendenz in den kommenden Monaten vorgeben werden. ... Aber die amerikanische Hegemonie ist nicht mehr unangetastet. Russland möchte die verlorenen Gebiete zurückgewinnen und wird viele Vorwände suchen, um mit seinem Energie- und Politikpotenzial zu spielen. Die USA haben Truppen in Zentralasien positioniert und [der russische Ministerpräsident Wladimir] Putin hat der Ukraine und anderen baltischen Staaten ein Signal gegeben, dass eine zu starke Allianz mit dem Westen seinen Preis hat. China wächst in kolossalen Schritten und möchte in der Welt respektiert und gehört werden. ... Europa lenkt sich mit einem bemerkenswerten Pazifismus ab und ist nicht in der Lage, seinen Bürgern weitere Anstrengungen abzuverlangen. Von den vier Weltmachtregionen ist Europa die schwächste und zugleich die stärkste. Sie erweitert sich weiterhin und sie ist ein Magnet für alle Nachbarn, die an ihre Tür klopfen."
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Unmoralische Politik
Der ehemalige Chefredakteur der spanischen Tageszeitung La Vanguardia, Lluís Foix, kommentiert eine diplomatische Auseinandersetzung zwischen Spanien und Italien: "Die Vizeregierungschefin María Teresa Fernández de la Vega attackierte die ausländerfeindliche Gewalt ..., die von der Regierung Berlusconi unterstützt wird. Die Aussagen erschienen mir angemessen." Der Journalist bedauert jedoch, dass die Politikerin ihre Kritik schon nach Stunden abgeschwächt habe: "Einmal mehr hat die Realpolitik über die Moral ... gesiegt. ... Der Westfälische Frieden begründete 1648 die Souveränität der Staaten. Damit sollten Kriege verhindert werden, aber die Kriege haben seitdem nicht geendet. Im Hinblick auf Italien und die Einwanderung ... sollte man nie vergessen, dass man zuerst die Personen sehen muss, die als solche behandelt werden müssen, woher sie auch kommen, was sie auch denken, und wie auch immer ihr Aufenthaltsstatus aussieht. Wenn Europa diese Prinzipien verliert, wäre das ein großer Rückschritt."
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Veltroni wird Chef der italienischen Demokraten
Lluís Foix erläutert, die neue Demokratische Partei PD sehe sich selbst als ein Zusammenschluss von Mitte-Links-Kräften, die sich eher an der Mitte orientierten als an den Extremen. "Veltroni schlug eine neue Vorgehensweise vor, die an die der US-amerikanischen Demokraten erinnert. Eine grenzübergreifende Partei, ein Zusammenschluss unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Positionen, die das Ziel hat, zunächst eine große Wählerschaft hinter sich zu bringen und sich erst dann um ihre Mitglieder kümmert. Diese Amerikanisierung der europäischen Politik wird immer mehr eine Tatsache."
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Wie kommt Europa aus der Krise?
"Man muss die Idee Europas nicht in Frage stellen. Sie ist seit Jahrzehnten einer der größten Erfolge des Kontinents - politisch, wirtschaftlich und im Zusammenleben", schreibt Kommentator Lluis Foix. "Europa stehen schwere Zeiten bevor. Ständig hört man, Europa stecke in einer Regierungskrise, aber man muss auch fragen, ob diese Krise nicht eine Krise der Gesellschaft selbst ist. Einer Gesellschaft, die das Ideal von Anstrengung und die Sorge um Qualitätsarbeit aufgegeben hat, die sich von konstruktiven Werten distanziert, die weit entfernt sind vom Nein, das man überall vernimmt. Einer Gesellschaft, die ständig Rechte fordert, ohne sich um Pflichten zu kümmern... Die Regierungen und die Bürger müssen ihrer Verantwortung gerecht werden, bevor dieses unglaubliche Gebäude einstürzt, das wahre Europäer nach dem Krieg gebaut haben."
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