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02.12.2008

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Francu, Eliza


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Gândul - Rumänien | 26.08.2008

Zukunft als "Wirtschaftsreservat"?

Die Tageszeitung Gândul macht sich über die Zukunft der beiden abtrünnigen Provinzen Gedanken: "Das Votum beider russischer Parlamentskammern fiel wie zu UdSSR-Zeiten aus: absolute Einstimmigkeit - sowohl im Föderationsrat als auch in der Duma. Es ist schon ein sprechendes Zeichen, dass selbst die leblose russische Opposition der Meinung ist, dass die Anerkennung beider Republiken eine Bedeutung für die russische Föderation hat. Das Votum verpflichtet zu nichts, Premier Putin hat weiter freie Hand, wie er damit umzugehen gedenkt. Doch der Premier-Präsident Russlands hat damit alles, was er braucht: eine neue 'Währung', um mit dem Westen zu verhandeln und das 'Recht' von der russischen Legislative, Waffen und Soldaten in den separatistischen Provinzen zu stationieren. ... Es ist noch unklar, wie die Zukunft der beiden beschützten Regionen - dem Wirtschaftsreservat von Mütterchen Russland - aussehen wird. Derzeit lässt sich vermuten, dass es zum Paradies für Waffen und illegalen Handel wird, fernab der NATO. Besonders schlimm ist, dass dies alles im Nordkaukasus passiert, einer bedeutenden Gegend für die Energiesicherheit Europas."

Gândul - Rumänien | 16.07.2008

Keine Gefahr für Roma

Die Registrierung der Fingerabdrücke von Roma in Italien hat einen "Tsunami der Entrüstung" hervorgerufen, schreibt die Tageszeitung Gandul. Die Aufregung sei jedoch fehl am Platze: "Die Roma haben nichts zu befürchten, denn ihre Registrierung in Italien ist harmlos angesichts der Praktiken anderer europäischer Staaten. In Großbritannien müssen sich illegale Immigranten über eine 'Kaution' freikaufen, um nicht mehr in den Auffanglagern leben zu müssen wie Rinder in einem Stall. Nach der Zahlung sind sie zwar 'frei', doch müssen sie ein elektronisches Armband tragen, mit dem jede Bewegung von ihnen nachvollzogen werden könnte. … Interessant ist auch, dass beim italienischen Maßnahmenpaket weniger das Sammeln von Fingerabdrücken im Vordergrund steht, sondern ein generelles Sammeln von Daten - nicht nur von rumänischen Roma, sondern von allen Nomaden in Italien. Bezogen auf die rumänischen Roma kann damit die Europäische Kommission Italien nicht der ethnischen, auch nicht einer rassistischen, Diskriminierung bezichtigen. … Die Roma haben weder etwas zu befürchten, noch können sie sich Hoffnung machen. In Rumänien sind sich der Präsident, ebenso der Regierungschef und sein Kabinett, eindeutig bewusst über die Roma-Maßnahmen. … Doch macht keiner für sie einen Finger krumm. … Vielmehr besteht die öffentliche Meinung in Rumänien über die Roma darin, dass es gut sei, 'dass etwas getan wird, vielleicht werden dann einige weniger stehlen'."

Gândul - Rumänien | 30.04.2008

Italiener wollen rumänische Einwanderer auswählen

Die italienischen Behörden wollen härter gegen rumänische Emigranten vorgehen. Sie sollen nur noch mit einem Visum einreisen dürfen und müssen ein monatliches Mindesteinkommen von 970 Euro vorweisen. Eliza Francu kritisiert: "Die Italiener halten diese Bestrebung anscheinend für lobenswert, doch sie widersprechen europäischen Normen. Sie verletzen die europäischen Bestimmungen zur Freizügigkeit. Normalerweise wäre das ein Fall für die europäischen Exekutive... Zum EU-Beitritt wurde Rumänien versichert, kein Mitglied zweiter Klasse zu sein. Jetzt werden die Rechte des Landes ignoriert. Die anderen Mitglieder des EU-Klubs wollen die Rumänen eindeutig so weit wie möglich von ihren Arbeitsmärkten fern halten."

Gândul - Rumänien | 15.04.2008

Rumäniens Außenminister und die Auslandsrumänen

Der rumänische Außenminister Adrian Cioroianu ist zurückgetreten. Grund war der Tod eines Rumänen in polnischer Haft. Der Mann war in Hungerstreik getreten, worauf rumänische und polnische Behörden nicht reagiert hatten. Eliza Francu schreibt über das Amt des rumänischen Außenministers: "Der künftige Chefdiplomat erbt nicht nur politischen und medialen Druck, sondern auch einen immensen bürokratischen Apparat, der bislang niemals so lief, wie er laufen sollte... Jetzt verlangt der Premier nach einer Diplomatie westlichen Stils, wo man immens viel Energie aufbringt, um Staatsbürgern zu helfen, die in Bedrängnis geraten sind. Das ist peinlich, denn das Ministerium hat viele schwerwiegende Probleme... In [den Botschaften in] Italien oder Spanien gibt es nur eine reduzierte Mannschaft, die ein unzureichendes Budget hat und die Probleme von einer Million Rumänen lösen muss, die in diesen Staaten leben."

Gândul - Rumänien | 26.10.2007

Welches Wahlsystem soll Rumänien haben?

Der rumänische Premier Calin Tariceanu schlägt für Rumänien ein Wahlsystem vor, wie es Deutschland besitzt, eine Kombination aus Verhältnis- und Mehrheitswahl. Staatschef Traian Basescu hingegen plädiert für ein Mehrheitswahlrecht nach dem Vorbild Großbritanniens. Eliza Francu kommentiert: "'Wählt Namen, keine Listen' – in der Theorie klingt das gut. In der europäischen Praxis ist die Mehrheitswahl, wie sie von Präsident Traian Basescu bevorzugt wird, weniger effizient und wird daher auch weniger genutzt... Fast überall in Europa wird ein gemischtes System bevorzugt ... Hinzu kommt, dass Basescus Vorstoß in Europa kritisiert wird, weil er über jenes Wahlsystem... ein Referendum abhalten möchte, und das gleichzeitig mit den Europawahlen. Damit werden die Diskussionen über Europa erstickt. Rumänien hat noch nicht begriffen, dass die europäischen Probleme derzeit Vorrang vor den nationalen haben sollten."

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