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Freund, Wieland
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Das Phänomen Harry Potter
Wieland Freund beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen neuen und alten Medien und staunt über die Kraft des Buches "Harry Potter". "Doch mag sein Erfolg sich auch (statt einer Medienkonkurrenz) einem inneren wie äußeren Medienverbund verdanken: 'Harry Potter' bleibt ein Buch. Das ist das eigentliche Wunder. Seinen Erfolg ernst zu nehmen heißt deshalb, neu über unseren historischen Ort nachzudenken. Haben wir wirklich ein Fernsehzeitalter durchlebt, um nun den Beginn eines Internetzeitalters zu erleben? Oder sind die Schritte, die wir machen, viel kleiner, die historischen Brüche, die wir zu erleben gleichermaßen hoffen wie fürchten, viel weniger scharf, als man uns weismachen will? Über den 'Iconic Turn', den Griff des Bildes nach der absoluten Macht, ist noch nicht entschieden. 'Harry Potter' ist ein Kind des Gutenberg-Zeitalters."
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Ilija Trojanow über den "Weltensammler"
Der in Bulgarien geborene und in Deutschland und Kenia groß gewordene Autor Ilija Trojanow hat für seinen Roman "Der Weltensammler" über den britischen Diplomaten und Entdecker Richard Francis Burton den Leipziger Buchpreis erhalten. Im Gespräch mit Wieland Freund beschreibt Trojanow die Weltsicht der Westeuropäer: "Der Titel 'Weltensammler' ist zweischneidig. Der Roman handelt einerseits vom westlichen Bestreben, sich auf die Welt einzulassen, und andererseits von der westlichen Abart, dieser Welt den Stempel aufzudrücken. Sammeln bedeutet einerseits den Drang, alles zu katalogisieren, festzuhalten, einzusperren und dann in Vitrinen auszustellen. Andererseits beschreibt es auch die enorme Neugier - von der Westeuropäer mehr haben als alle anderen -, die Welt nicht nur zu entdecken und zu erobern, sondern sich auch auf Unbekanntes einzulassen. Richard Francis Burton ist kein Einzelner. In der westeuropäischen Tradition gibt es Tausende, die einen ähnlich radikalen Weg gegangen sind wie er."
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