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Fuster, Thomas
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Inflation durch den Euro?
Die Slowakei wird voraussichtlich zum Januar 2009 den Euro einführen, da sie die Maastricht-Kriterien erfüllt, berichtet Thomas Fuster, weist aber auf die Inflationsgefahr hin: "Sorgen bereitet der Umstand, dass ärmere EU-Staaten im Rahmen ihres wirtschaftlichen Aufholprozesses und schnellen Wachstums den Inflationsdruck nicht zuletzt durch eine Höherbewertung ihrer Währung zu dämpfen vermögen. Mit der Übernahme der Einheitswährung fällt aber diese Möglichkeit weg... Dass die europäischen Währungshüter der Frage eine höhere Priorität beimessen als noch vor einigen Jahren, dürfte mit den Erfahrungen in Slowenien zusammenhängen, wo der Euro 2007 eingeführt wurde: Zwar liegt das Pro-Kopf-Einkommen Sloweniens weit über jenem der Slowakei. Dennoch beschleunigte sich die Inflation in Slowenien auf ein rund doppelt so hohes Niveau wie im übrigen Währungsraum."
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Der Kosovo kurz vor der Unabhängigkeit
Nicht nur die politische Unabhängigkeit, auch die Konsolidierung der Wirtschaft wäre eine große Herausforderung für eine Regierung des unabhängigen Kosovo, meint Thomas Muster. Derzeit liege das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf nur bei 1100 Euro pro Jahr - und damit weit unter anderen Ländern der Region. Dabei sei das Land reich an Rohstoffen wie Braunkohle, Blei oder Zink. "Der derzeitige Zustand von Kosovos Wirtschaft liefert... wenig Grund zu Zuversicht. In der rund zwei Millionen Einwohner zählenden Provinz sind gegen 40 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung ohne Arbeit, wobei die Jugend- und die Langzeitarbeitslosigkeit ein besonders gravierendes Problem darstellen. Die Infrastruktur und die Energieversorgung präsentieren sich in einem desolaten Zustand, und angesichts des volatilen politischen Umfelds und einer weitverbreiteten Korruption zeigen ausländische Investoren wenig Interesse an großzügigen Engagements."
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Gasprom kauft serbischen Energiekonzern
Serbien verkauft den staatlichen Mineralölkonzern NIS an die russische Gasprom. Thomas Fuster meint, mit diesem Deal hätte Serbien - angesichts der Undurchsichtigkeit des Verfahrens - den "Reifetest" für seine Privatisierungspolitik nicht bestanden. "Dass bei diesem Geschäft ökonomische Überlegungen den Ausschlag gaben, darf bezweifelt werden. Die Andienung des Monopolunternehmens an Russland muss wohl vielmehr als Belgrads Dank für Moskaus Unterstützung im Kosovo-Konflikt interpretiert werden, zumal Kostunica aus seinen russophilen Neigungen kein Geheimnis macht... Den europäischen Interessenten an NIS - etwa der österreichischen OMV - und der Europäischen Union, die Serbien vergeblich zu einer Ausschreibung nach objektiven Kriterien aufgefordert hatte, bleibt im Wettstreit mit Russland einmal mehr das Nachsehen."
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Osteuropa wird reicher
Thomas Fuster kommentiert eine neue Studie der OECD, die die europäischen Länder aufgrund ihrer Kaufkraft vergleicht: "Unverkennbar ist der Trend, dass immer mehr osteuropäische Orte bereits westeuropäische Gegenden in den Schatten zu stellen vermögen. Schenkt man der Studie Glauben, verfügen etwa die Bewohner Budapests trotz Ungarns angespannter Wirtschaftslage über mehr Geld als die Einwohner bestimmter Gebiete im deutschen Thüringen. In der reichsten Gemeinde Ungarns (Heviz) bleibt ferner mehr Bares für den Konsum übrig als in Teilen Marseilles. Auch die Bewohner der litauischen Hauptstadt Vilnius erfreuen sich bereits einer Kaufkraft, die höher liegt als in einigen Gemeinden Italiens... Höchste Zeit, die simplifizierte Zweiteilung Europas in einen reichen Westen und einen armen Osten durch eine etwas differenziertere Sichtweise zu ersetzen."
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