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Presseschau / Autorenindex


Galli della Loggia, Ernesto


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Corriere della Sera - Italien | 29.08.2007

Ernesto Galli della Loggia über italienisches Kino

Der Historiker Ernesto Galli della Loggia stellt die These auf, das italienische Kino stecke in einer Identitätskrise, die die Krise des Landes widerspiegele. "Das Kino hatte immer eine starke Bindung an die politisch-intellektuelle Klasse des Landes. Und so wurde es zu einem Resümee der Ideologien, die Italiens Geschichte im 20. Jahrhundert beeinflusst haben - des Faschismus, des sozialen Christentums und des Kommunismus von Gramsci... Das Kino war Ausdruck einer populistischen und antibürgerlichen Ideologie, deren Höhepunkt der Neorealismus war. Man findet ihn in der 'italienischen Komödie' oder im Kino von Pasolini oder Moretti... Die Krise dieses Modells war auch die Krise des italienischen Kinos. Im globalisierten Westen, der weder Volk noch Politik kennt, entdeckt es nun, wie schwer es ist, sich der Demokratie und menschlicheren Themen zu widmen... Das Kino braucht heute einen neuen Bezug zur Realität. Es sucht, so wie Italien auch, nach sich selbst."

Corriere della Sera - Italien | 23.08.2007

Silvio Berlusconi gründet neue Partei

Der italienische Historiker Ernesto Galli della Loggia kommentiert die neue 'Partei der Freiheit', die der ehemalige Staatschef Silvio Berlusconi gemeinsam mit Michela Vittoria Brambilla ins Leben rufen möchte. Brambilla ist Organisatorin der überall im Land entstandenen 'Freiheitszirkel', in dem die der Berlusconi-Partei Forza Italia verbundenen Jungunternehmen organisiert sind. "Die neue Initiative [Berlusconis] zeigt, dass die Forza Italia von vornherein ein künstliches Gebilde war und es auch geblieben ist: es gibt kein Parteivolk, keine Führungskräfte, keine Diskussionen... Es gibt nur den Chef, und das ist er aus einem einzigen Grund: er besitzt die Fernsehkanäle und viel Geld... In welchem anderen Land wäre es möglich, dass der Vorsitzende einer Partei, ohne irgendjemanden ins Vertrauen zu ziehen, heimlich eine andere gründet und sie einer Person seiner Wahl übergibt?.. Berlusconi versucht, das Mitte-Rechts-Bündnis aus der Sackgasse zu manövrieren. Er gründet lieber eine neue Partei, statt über die politischen Probleme seiner Koalition nachzudenken."

Corriere della Sera - Italien | 23.11.2006

Italiens Rolle in Nahost

Ernesto Galli della Loggia beschreibt, wie sich die italienische Strategie gegenüber Nahost verändert. "Außenpolitik hat etwas Gnadenloses. Unserem Land fällt es schwer, sich auf der internationalen Bühne zu bewegen. Die Rolle Italiens schwankt zwischen der eines Blinden im Schlepptau der anderen und Anwandlungen, Vorreiter sein zu wollen. Der Mord an Pierre Gamayel in Beirut und die Entführung von zwei Freiwilligen in Gaza lassen zweimal die Alarmglocken läuten, was die italienische Position in den vergangenen Monaten betrifft. Erst stand Italien im Nahen Osten klar auf der Seite der USA. Die Regierung von Romano Prodi ergreift jetzt die Initiative und übernimmt Verantwortung."

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