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Gimson, Andrew
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Debatte um Kinder-Datenbank
Die britische Regierung hat vorgeschlagen, eine zentrale Datenbank anzulegen, in der alle Kinder und ihre Eltern registriert werden, um so Kindesmissbrauch besser aufdecken zu können. Andrew Gimson hält das für eine sehr schlechte Idee. "Der Staat darf nicht in jedem Elternteil einen Verdächtigen sehen. Das ist vollkommen ungerecht und widerspricht total unserem traditionellen Verständnis von Rechtmäßigkeit, wonach jeder unschuldig ist, solange seine Schuld nicht bewiesen ist. Die Errichtung eines Überwachungssystems für alle Haushalte, weil sich in einigen von ihnen schreckliche Dinge zugetragen haben, bedeutet einen Affront gegen die große Mehrheit der Eltern und Betreuer. Die britische Auffassung von Freiheit schließt einen tiefen Respekt für die Privatsphäre ein, was in der Redensart 'my home is my castle' zum Ausdruck kommt. Es umschließt ebenso eine tiefe Abneigung gegenüber Beamten des Staates, wenn sie diese Privatsphäre ohne Durchsuchungsbefehl verletzen. Diejenigen, die sich eine solche Datenbank erträumen, haben keine Ahnung davon, welch eine arrogante Grenzüberschreitung das gegenüber den althergebrachten Rechten freier Menschen bedeutet."
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Das gestörte Selbstbild der Briten
"Das Land der zufällig gewinnenden Verlierer" überschreibt Andrew Gimsons seinen Text über den "unwahrscheinlichen Sieg" der britischen Mannschaft bei der Fußball-WM. "Die Australier haben ein Selbstbild, das die Möglichkeit, bei großen Sportereignissen zu gewinnen, durchaus einschließt. Wir hingegen neigen immer dazu, uns umfassend psychologisch auf eine Niederlage vorzubereiten. Wir hoffen nur, dass einer der unendlich viel versprechenden Spieler wie Gascoigne oder Rooney uns in letzter Minute über das normale, unangemessene Maß hinaus heben wird. Wir sehnen uns mal wieder nach einem Wunder - und mussten uns doch bislang mit nicht besonders anspruchsvollen Leistungen zufrieden geben. Die Folge ist, dass wir der morgigen Viertelfinalbegegnung mit Portugal mit einer Beklemmung entgegen sehen, die sich nur schlecht hinter dem Fahnenmeer verbergen lässt. Dabei sollte man eigentlich den Eindruck machen, als nehme man diese Dinge nicht allzu ernst."
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