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Presseschau / Autorenindex
Gosu, Armand
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Armand Gosu über den Pessimismus vor den rumänischen Wahlen
Am 30. November wird in Rumänien ein neues Parlament gewählt. In der Wochenzeitung Revista 22 blickt Armand Gosu pessimistisch auf die Wahlen. "Es fehlen Träume – oder genauer gesagt – die Projektion eines Rumäniens, das anders aussieht als das heutige Rumänien mit seiner politischen Klasse, die eine Symbiose aus früheren und aktuellen Geheimdienstlern und kommunistischer Nomenklatura darstellt. Die Projektion eines Rumäniens, in dem alle Staatsbürger vor dem Gesetz gleich sind, in dem derjenige, der eine Bank in den Konkurs führt, nicht ungeschoren davon kommt. ... Doch der Wähler könnte jede Hoffnung verloren haben. Er ist so zynisch und egoistisch wie die politische Klasse geworden. ... Es ist offensichtlich, dass die aktuelle politische Klasse ihr Potenzial erschöpft hat. Die große Leistung der Politikergeneration, die während der Transformation agiert hat, war, dass sie keinen großen Fehler machte, der den Weg Richtung Westen blockierte. Unter diesen Bedingungen waren die Nato und die EU fest entschlossen, Rumänien zu integrieren. Jetzt haben sich die Dinge verkompliziert. Jetzt ist die Rede von einem langjährigen Prozess, der die wirkliche Modernisierung des Landes vorsieht, für die diese politische Elite weder ein Projekt noch die Fähigkeit zur Verwirklichung hat. Es ist eine müde Generation, die ihre Möglichkeiten verspielt hat."
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Jacques Rupnik über die Intellektuellen in Osteuropa
Der Historiker Jacques Rupnik spricht mit Armand Gosu über die Intellektuellen in Osteuropa. "Im 19. Jahrhundert waren die Intellektuellen noch ein Ersatz für die politische Elite, weil die Staaten nicht souverän waren, sondern unter fremder Herrschaft standen. Damals haben die Intellektuellen eine wichtige Rolle beim nationalen Erwachen übernommen, sie waren eine Art Pressesprecher der Nation. Das galt auch später im kommunistischen System, als es der Gesellschaft an Freiheit mangelte. Das Leben der Intellektuellen erhielt so eine neue, im Westen unbekannte Dimension... Unlängst haben die tschechischen Literárny Noviny ein Streitgespräch zwischen Václav Havel und Milan Kundera über das Jahr 1968 gedruckt, das kurz nach dem russischen Einmarsch, aber noch unzensiert geführt wurde. Diese Diskussion fand auf einem sehr hohen Niveau statt, mit historischen Visionen, Werten. Heute schreibt niemand mehr Texte, in denen Fragen dieser Art gestellt werden: Wo befinden wir uns? Was ist unser Schicksal? Unser Schicksal ist entschieden: Wir sind in der Nato, wir bewegen uns vom Erhabenen ins Lächerliche."
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Monica Macovei über Korruption im rumänischen Parlament
Die vor kurzem abgesetzte rumänische Justizministerin Monica Macovei hatte in ihrer Amtszeit auf ein Gesetz gedrungen, mit dem die Einnahmen der Parlamentarier kontrollierbar werden sollten. Nun wird der Entwurf immer mehr verwässert. Die Ex-Ministerin erklärt im Interview mit Armand Gosu: "Der Gesetzentwurf sah zum Beispiel die Unvereinbarkeit zwischen Geschäft und politischem Amt für Parlamentarier und Rechtsanwälte vor. Die Parlamentarier haben sich dagegen gewehrt, und dieser Punkt wurde herausgenommen. Es gibt Parlamentarier, die eigentlich Rechtsanwälte sind und möglicherweise reiche Klienten haben. Welche Garantie hat die Öffentlichkeit, dass diese Parlamentarier nicht im Sinne ihrer einflussreichen Klienten die Gesetzgebung beeinflussen?... Aber würden Sie als Politiker wirklich für ein Gesetz stimmen, das die Offenlegung ihres Gehaltes fordert und durch das Sie ihr Amt verlieren könnten? Die EU-Kommission begrüßt das Gesetz. Aber wenn Sie die Wahl hätten, würden Sie an sich denken oder an die EU?"
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