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Hall, Aleksander
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Europa im französischen Wahlkampf
Nach 14 Jahren endet die Amtszeit des französischen Präsidenten Jacques Chirac. Der polnische Publizist Aleksander Hall geht in seiner Bilanz auf die Europapolitik Chiracs ein: "Jacques Chirac wollte für Frankreich Macht. Dies war sicherlich der Hauptgrund, warum er sich – trotz seiner anfangs euroskeptischen Position und der Behinderung Spaniens und Portugals auf ihrem Weg nach Europa – zum 'europäischen Glauben' bekehrte. Über Europa versuchte er die Bedeutung Frankreichs in der Welt zu steigern... Chirac wünschte, dass sich die EU in eine vollwertige politische Macht verwandelt. Das war die richtige Richtung. Schaut man sich die Politik Frankreichs unter Chirac genauer an, muss man sich allerdings fragen, welche Rolle das vereinte Europa in der Welt spielen sollte. Manchmal hatte man den Eindruck, es sollte die eines Anti-Amerikas sein und nicht die einer Bastion der westlichen Zivilisation, die neben den USA als zweite große Säule des Westens in Erscheinung tritt."
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Die europäsiche Linke und Polen
Am schlechten Image Polens in der EU sind nach Ansicht des Historikers Aleksander Hall zum einen die europaskeptischen polnischen Regierungsparteien schuld, zum anderen aber auch die Linken in der EU. Das negative Bild Polens, so Hall in einem Gastbeitrag, "wird von verschiedenen linken und ultralinken Lobbys geprägt. Für sie ist die Messlatte für Europäischsein die volle Anerkennung des Staates für homosexuelle Positionen oder die Verdammung der Todesstrafe. Die Reaktionen der Vertretern von EU-Kommission und vom Europarat darauf, dass Präsident Lech Kaczynski Ende Juli in einem Radiointerview die persönliche Meinung äußerte, er sei ein Befürworter der Todesstrafe in besonderen Fällen, kann man nur als hysterisch bezeichnen... Diese Vorkommnisse sagen viel über den aktuellen Zustand der europäischen Zivilisation aus. In einflussreichen und meinungsbildenden Kreisen werden homosexuelle Ehen, Abtreibung und Euthanasie für etwas Normales gehalten, aber die Diskussion über die Zulässigkeit der Todesstrafe für Schwerstverbrecher gilt als Skandal."
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