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Hanak, Jiri
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Kafkaeske tschechische Politik
Der Kampf um die politische Macht in Tschechien nimmt nach Meinung von Jiri Hanak kafkaeske Züge an. "Im Senat wurde dieser Tage ein Ausschuss eingerichtet, der die Existenzberechtigung der Kommunistischen Partei überprüfen soll. Nur ein paar Meter weiter, im Abgeordnetenhaus, umwerben die Mitte-Rechts-Parteien eben diese Kommunisten, damit sie sich an einem Eingriff in die Verfassung beteiligen, der die Selbstauflösung des Parlaments ermöglichen würde. Präsident Vaclav Klaus hat es abgelehnt, den Sozialdemokraten Jiri Paroubek mit der Regierungsbildung zu beauftragen. Angeblich deshalb, weil er kein zweiter Edvard Benes sein und den Kommunisten (im Schlepptau der Sozialdemokraten) nicht zur Macht verhelfen will. Dabei spielten eben diese Kommunisten nicht nur bei der Wahl von Benes im Jahr 1935, sondern auch bei der Wahl von Klaus 2003 die entscheidende Rolle."
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Hilft Havel den tschechischen Grünen?
"Jede Partei und jede politische Gruppierung in Tschechien, die sich vor den Wahlen einer besonderen Empfehlung des langjährigen Präsidenten Vaclav Havel erfreuen konnte, bekam beim Urnengang selbst ein Problem damit", schreibt Jiri Hanak. Sowohl das Bürgerforum, die Bürgerbewegung, die Demokratische Bürgerallianz als auch die Freiheitsunion, die Havel dem Wahlvolk besonders ans Herz gelegt hatte, fielen anschließend durch. "Havels Empfehlungen wirkten wie ein Todeskuss." Die wahren Gründe lägen aber woanders. "Alle diese Parteien und Bewegungen einte die liberale Grundausrichtung, eine Richtung, die in Tschechien kaum Anhänger findet. Jetzt setzt Havel auf die Grünen, die erstmals auf dem Sprung ins Parlament sind. Ihnen könnte das Charisma des einstigen Präsidenten tatsächlich helfen, die herkömmliche Zusammensetzung des Parlaments über den Haufen zu werfen."
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