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14.10.2008

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Iskauskas, Ceslovas


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Ziniu Radijas - Litauen | 17.06.2008

Veraltetes militärisches Gerät

NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer ist am Montag mit einer Delegation in Kiew eingetroffen, um Gespräche über einen möglichen Beitritt der Ukraine zu führen. Trotz der Proteste aus Russland sieht der Radio-Kommentator Ceslovas Iskauskas das Land auf dem Weg in Richtung Westen: "Wie heißt es doch immer so schön? Die Karawane zieht weiter. Die Ukraine ist am 13. Juni Mitglied im NATO-Luftraumkontrollsystem geworden, und Kiew nimmt längst aktiv an fast allen Operationen der Allianz teil, ob nun in Afghanistan, im Kosovo oder bei den Patrouilleneinsätzen auf dem Mittelmeer. Als Nächstes bereitet sich die Ukraine auf eine Beteiligung an den schnellen Eingreiftruppen der NATO vor, die kurzfristig in Krisenregionen geschickt werden. Allerdings ist das militärische Gerät der Ukraine zu einem Großteil veraltet, und damit bestätigen sich die Befürchtungen des Westens, dass eine Mitgliedschaft des Landes ein schwerer Brocken für alle wäre."

Ziniu Radijas - Litauen | 22.05.2008

Ausländische Vermittler für Georgien?

Ceslovas Iskauskas überlegt, welche Rolle der Westen in Georgien spielen könnte: "Jede Initiative im Kaukasus benötigt die Zustimmung Russlands. Das mag Tiflis verärgern, aber so sieht die Realität in der Region aus. Moskau will die abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien enger an sich binden und hat daher vergangenen Freitag die UNO-Resolution zurückgewiesen, die eine Rückkehr der Flüchtlinge nach Abchasien ermöglichen soll. … Die meisten Beobachter glauben nicht, dass ein neuer Bürgerkrieg droht, denn das wollen weder die Georgier, noch die Abchasen oder die Russen. Aber beide Seiten versuchen, andere Länder in den Konflikt hineinzuziehen: Tiflis appelliert an Washington und Brüssel, Suchumi will mehr Hilfe aus Moskau. Es ist schwer zu sagen, ob die lokale Bevölkerung die ersehnte Ruhe bekommt, wenn ihr Konflikt wieder auf der internationalen Agenda landet."

Delfi - Litauen | 21.09.2007

Balten und Polen haben gute Lobbyarbeit geleistet

Der Vorschlag der EU-Kommission zur Liberalisierung des Energiemarktes bei gleichzeitiger Beschränkung außereuropäischer Unternehmen dürfte den Expansionsdrang des russischen Energiegiganten Gasprom deutlich bremsen, meint Ceslovas Iskauskas: "Das Verbot aus Brüssel, den europäischen Energiemarkt weiter zu monopolisieren, stellt eine Reaktion auf Moskaus Weigerung dar, die neue Energiecharta zu unterzeichnen. Stattdessen erhöhte Russland die Preise für Gaslieferungen nach Georgien, in die Ukraine und nach Weißrussland, um politischen Druck auszuüben. Anfangs war Brüssel noch zögerlich, aber nach den beharrlichen Protesten der baltischen Länder und Polens gegen die Gaspipeline durch die Ostsee sind die Mühlen in Gang gekommen."

Ziniu Radijas - Litauen | 14.08.2007

Neue Verhandlungen über den Status des Kosovo

Ceslovas Iskauskas erinnert an die Unabhängigkeitsbestrebungen Abchasiens und Südossetiens auf dem Territorium Georgiens sowie an das von der Republik Moldau abtrünnige Transnistrien. Für Russland wäre ein unabhängiger Kosovo ein Präzedenzfall für den Umgang mit diesen Gebieten. "Im Kosovo rennt die Zeit davon. Im November sind Wahlen geplant, und es soll zu einem Referendum über die Zukunft des Landes kommen. Bis dahin muss sich die internationale Gemeinschaft auf einen Grundsatzbeschluss geeinigt haben, damit der Kosovo selbstständig wird, ohne dass es zu einer erneuten Konfrontation mit Serbien kommt. Was aber soll mit den postsowjetischen Gebieten passieren? Wenn sich der Kosovo vollständig von Serbien trennt, wird Moskau auf die Unabhängigkeit von Abchasien, Südossetien und Transnistrien hinarbeiten. Und das bedeutet, dass es auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion einen zweiten Balkan geben wird."

Ziniu Radijas - Litauen | 06.10.2006

Fehlende westliche Solidarität mit Georgien

Russland beschuldigt Georgien des Staatsterrors und hat Sanktionen gegen den Kaukasus-Staat verhängt. Ceslovas Iskauskas sieht darin einen ersten Schritt zu einem kriegerischen Konflikt und fordert mehr Solidarität Europas mit Georgien. "Georgiens Präsident Saakaschwili versucht um jeden Preis, westliche Standards nach Georgien zu importieren, und dafür hat er Lob verdient. Er setzt sich in vielen Ländern energisch dafür ein, sein kleines Land bekannt zu machen, obwohl ihm Separatisten schwer zusetzen. Diese werden von Moskau unterstützt. Wenn sich das Kosovo von Serbien abspalten darf so sieht es Putin, dann stehe das auch Abchasien und Südossetien zu. In der westlichen Presse heißt es aber oft, es sei Georgien, das dem Westen Kopfzerbrechen bereite, weil es Russland erzürne. Sind dann etwa auch die litauischen, polnischen und ukrainischen Führer schuldig, weil sie Saakaschwili empfangen haben?"

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