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Presseschau / Autorenindex
Jahanbegloo, Ramin
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Polens Kino verliert sein Geheimnis
Im Gespräch mit dem iranischen Philosophen Ramin Jahanbegloo stellt der polnische Filmregisseur Andrzej Wajda die These auf, das Ausland interessiere sich immer weniger für das polnische Kino. "Heute hat das polnische Kino sehr wenig Gelegenheit, sich außerhalb Polens zu präsentieren. Früher beruhte seine Bedeutung auf der Berliner Mauer. Alle wollten erfahren, was hinter dieser Mauer war. Stalin und später die Sowjetunion machten wegen des Kalten Kriegs Angst und alle interessierten sich dafür, ob die Menschen hinter dem Eisernen Vorhang diesen Krieg wirklich wollten. Seit die Mauer weg ist, gibt es kein Geheimnis mehr. Wir sind eins von vielen Ländern geworden, die versuchen, eine nationale Filmkunst aufzubauen - wie andere europäische Länder auch."
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Ramin Jahanbegloo über Spanien als Brücke zum Islam
Der iranische Philosoph Ramin Jahanbegloo ist überzeugt davon, dass Spanien "das einzige Land Europas ist, in dem man eine echte Debatte über die Verständigung zwischen den Kulturen und über den Dialog zwischen den Religionen führen kann... Historisch betrachtet hat der Islam für Spannungen in Spanien gesorgt, aber viel wichtiger ist der Zwittercharakter, der das Besondere der spanischen Kultur ausmacht und der von der muslimischen und katholischen Religion hervorgebracht wurde. Der Islam ist ein wichtiger Bestandteil der Geschichte Spaniens und damit auch Europas... Das Beispiel Spanien zeigt, dass Europa den Islam nicht rundweg ablehnen kann. Wenn dieser sich nicht der europäischen Vielfalt anpasst, wird es allerdings kaum möglich sein, den Islamismus zu überwinden - weder wird man ihn entlarven noch den Nationalismus besiegen können."
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Jahanbegloos Zusammenstoß der Ignoranten
Der iranische Philosoph Ramin Jahanbegloo schreibt in der spanischen Ausgabe des US-Magazins über einen "Zusammenstoß der Ignoranten" der westlichen Gesellschaften und der muslimischen Welt. "Man muss die fixe binäre Gegenüberstellung überwinden, nach der 'der Rest der Welt' nichts über den Westen sagen kann. Wenn die westliche Zivilisation anfängt, sich wie die Taliban zu benehmen, indem sie vergisst, dass sie selbst eine Vielfalt von Ansichten und Kulturen umfasst, dann verrät sie ihre eigenen liberalen Wurzeln und ihre demokratischen Ziele. Doch in einer immer intoleranter werdenden Welt gibt es dennoch eine Chance auf Koexistenz... Jede Kultur fördert und entwickelt eine Facette menschlicher Würde. Fortschritt entsteht immer im Dialog dieser Facetten. Wenn der Westen verlangt, der Islam müsse seine Intoleranz ablegen, dann muss er dasselbe tun."
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