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Kacimi, Mohamed
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Mohamed Kacimi vermisst die Debatte arabischer Intellektueller
Der seit 25 Jahren in Frankreich lebende algerische Schriftsteller Mohamed Kacimi bedauert im Gespräch mit Jean-Luc Allouche, dass es in der arabischen Welt keine intellektuelle Debatte gibt. "Die Geschichte des Islams und der arabischen Welt ist eine Geschichte der Distanzierung von den Intellektuellen, wenn nicht ihres Totschweigens. Das begann mit der Enthauptung des Erfinders der Prosa, Ibn al-Muqaffa, im 8. Jahrhundert und reichte über das Martyrium Hallajs im 9. Jahrhundert bis hin zur Ermordung Farag Fodas, Gibrans oder Samir Kassirs. Jeder Intellektuelle, der nicht im Namen des Prinzen - oder besser Gottes – spricht, macht sich verdächtig. Wer der Gemeinschaft über seine Träume und Fantasien hinaus die Wahrheit sagt, wird sofort als 'Ungläubiger' oder 'Verräter' bezeichnet. Um sich diese intellektuelle Misere vor Augen zu führen, braucht man nur an die Trauerfeier für Nagib Mahfus denken, zu der nur 200 Personen erschienen sind, während ein beliebiger obskurer Imam tausende von Menschen anzieht."
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Mohamed Kacimi über die libanesische Demokratie
Wenn man "den Libanon dem Erdboden gleich macht", dann bestraft man das toleranteste arabische Regime, betont der algerische Schriftsteller Mohamed Kacimi. "Zu einem Zeitpunkt, an dem Bushs Amerika davon träumt, den Ländern des Orients Demokratie einzuimpfen oder einzuschärfen, sollte man bedenken, dass der Libanon heute das einzige Land der arabischen Welt ist, in dem es eine freie Presse gibt, freie Fernsehsender, freie Wahlen. Ein Land, in dem man auf arabisch, syrisch oder griechisch beten kann, in orthodoxen oder katholischen Kirchen - ohne gelyncht zu werden wie in Alexandria oder geköpft wie in Algier. Ein Land, in dem sich freie Frauen, wie nirgendwo sonst, während des Ramadan mit einem Glas Wein oder einer Zigarette zeigen können, ohne mit Säure überschüttet zu werden... Zerstört wird nicht die Hisbollah, sondern der letzte und einzige Raum der Freiheit, des Schöpferischen und der Subversion in der arabischen Welt."
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