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01.12.2008

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Kafsack, Hendrik


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | 08.08.2008

EU-Subventionen in Afrika?

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso möchte mit Hilfe eines Entwicklungsfonds ungenutzte Agrarhilfen aus dem EU-Haushalt in Höhe von einer Milliarde Euro afrikanischen Bauern zur Verfügung stellen. Die Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung kritisiert diesen Vorschlag. "Barrosos Vorgehen wirft kein gutes Licht auf die Kommission. Offenbar betrachtet die Behörde den Etat der Europäischen Union als ihren Privathaushalt. Statt darauf hinzuwirken, dass die Gemeinschaft sparsamer haushält und ungenutzte Gelder an die Mitgliedsländer zurückgibt, ersinnt sie jährlich Wege, um zu viel gewährte Mittel doch noch auszugeben. ... Ein guter Zweck findet sich stets. ... Doch lehrt die Erfahrung, dass die Mitgliedstaaten dem Drang der Kommission, neue Programme aufzulegen, Kompetenzen an sich zu ziehen und Geld auszugeben, enge Grenzen setzen müssen. Sonst besteht die Gefahr, dass die Behörde das Recht der Mitgliedsländer, den EU-Haushalt festzulegen, untergräbt. Es geht also zunächst darum, ein wohlerwogenes Prinzip zu verteidigen."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | 19.11.2007

Wozu noch Agrarsubventionen?

Morgen will die EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel Vorschläge für eine neue "Gemeinsame Agrarpolitik" vorstellen. Hendrik Kafsack kommentiert: "Die entscheidende Frage stellt Fischer Boel nicht. Die müsste lauten, ob die EU überhaupt Jahr für Jahr 50 Milliarden Euro Steuergelder für die Agrarförderung ausgeben sollte. Diese Sinnfrage stellte sich schon zu Zeiten niedriger Preise. Besteht doch die Gefahr, mit der die Beihilfen einst begründet wurden, dass die Gemeinschaft ausgehungert wird, schon lange nicht mehr. Noch mehr indes stellt sich die Frage in Zeiten steigender Agrarpreise und knapper Haushaltskassen. Immer mehr Landwirte können ohne Förderung leben. Und will die EU kleine Ökobauern stützen, kann sie das für einen Bruchteil der bisherigen Mittel tun. Das restliche Geld könnte die EU in die Forschung investieren oder - besser noch - den Steuerzahlern zurückgeben."

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