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Presseschau / Autorenindex
Kala, Martin
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Medien machen ängstlich
Die Tageszeitung Postimees konstatiert in der westlichen Bevölkerung eine von den Medien verbreitete und wachsende Angst: "Der westliche Mensch verbringt einen Großteil seiner Freizeit vor dem Fernseher und bezieht von dort seine Informationen. Untersuchungen aus den USA zufolge waren nach dem 11. September die Menschen stärker traumatisiert, die regelmäßig ferngesehen als die, die sich anderswo gezielt informiert hatten. … Der westliche Mensch reflektiert den psychischen Zustand seiner Gesellschaft, hat Angst vor der Zukunft und sieht sich nicht in der Lage, diese zu beeinflussen. Die Gesellschaft des alten Europa sucht vor allem nach der Antwort auf die Frage, wie der aktuelle Zustand konserviert werden könne. Eine solche Gesellschaft lebt von Erinnerungen, und es geht ihr nicht darum, die Zukunft zu gestalten, sondern das bereits Erreichte zu bewahren."
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Diskussionspunkt Grenzvertrag
Die estnische Tageszeitung fordert die Teilnehmer des EU-Russland-Gipfels auf, sich auch vergessener Themen anzunehmen: "Die Frage des Grenzvertrags zwischen Estland und Russland kommt nicht voran, weil unsere europäischen Partner sich nicht die Mühe gemacht haben, das Thema auf die Tagesordnung zu bringen. Dabei wäre der heute beginnende EU-Russland-Gipfel der bestmögliche Zeitpunkt dafür. Natürlich passiert auf der Welt viel Spannendes, über das sich besser debattieren lässt, aber das kann nicht bedeuten, dass andere Themen deshalb unter den Teppich gekehrt werden. ... Die EU-Mitgliedstaaten sind nicht zu einer gemeinsamen Außenpolitik in der Lage, weil jedes Land eine andere Strategie verfolgt. Wann hört man jemals, dass die offene Grenzfrage zwischen Russland und Estland eigentlich die ganze EU angeht? Die estnische Grenze ist aber auch die EU-Außengrenze, und das Fehlen eines Grenzvertrags ist genauso unser Problem wie das der gesamten EU."
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Populismus gefährdet den EU-Reformvertrag
Martin Kala befürchtet, der wachsende Populismus in einigen europäischen Mitgliedsländern könnte die Verabschiedung des EU-Reformvertrags in diesem Herbst verhindern. "Populistische Politiker vermitteln den Eindruck, Europa sei nur ein elitärer Klub. Nationalistische Phrasen, protektionistische Maßnahmen und allgemeines Misstrauen nehmen zu. In einigen Mitgliedstaaten wird immer häufiger die Botschaft vermittelt, eigene Interessen und die 'wahren Sorgen des Volkes' müssten mehr in den Vordergrund gerückt werden. Was für Signale haben etwa die polnischen Führer sonst in der letzten Zeit an Brüssel gesendet? Nur die, dass sich ihr Volk vor allem um die Zukunft Polens sorgt, nicht um die Europas."
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