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01.12.2008

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Kaletsky, Anatole


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


The Times - Großbritannien | 21.08.2008

Flughafenmonopol zerschlagen

Gestern hat das britische Kartellamt entschieden, dass der Flughafenbetreiber BAA mehrere Flughäfen in London und Schottland verkaufen muss. Die Tageszeitung The Times beschreibt das Urteil als eine der "mutigsten und sinnvollsten Entscheidungen einer britischen Behörde. ... Der Vorschlag, BAA zu zerschlagen, ... ist aus zwei Gründen exzellent: Erstens führt der Wettbewerb generell zu besseren Ergebnisse im Hinblick auf Kundendienst und wirtschaftliche Effizienz als ein Monopol, Regulierung und zentrale Planung. Zweitens schützt diese besondere Zerschlagung London vor einer großen Umwelt-Plage und die britische Wirtschaft vor dem schwerwiegenden Fehler, ... [den Londoner Flughafen] Heathrow zu erweitern . ... Es mag sein, dass zusätzliche Landebahnen in Heathrow die Londoner Probleme beim Flugverkehr vereinfachen würden. Aber es ist auch möglich, dass der Wettbewerb zu großen Verbesserungen führt, - wie in der Telekommunikation und Elektrizität Distribution - indem existierende Ressourcen größerer Effektivität unterworfen werden. ... Unglücklicherweise bedeutet der Bericht für Labour, dass [Premierminister Gordon] Brown wieder genau das falsche Thema gewählt hat, um sich entschlossen dahinter zu stellen."

The Times - Großbritannien | 01.11.2007

Großbritannien ist nicht im Zeittakt mit dem Rest Europas

Anatole Kaletsky plädiert für eine Übernahme der Mitteleuropäischen Zeit im Vereinigten Königreich: "Die Verteidiger [der britischen Zeit] in der Regierung behaupten, es gebe keine guten Gründe, unsere Uhren umzustellen, aber das ist schlicht falsch. Alle seriösen Analysen der Statistiken von Verkehrsunfällen kommen zu dem klaren Ergebnis, dass die Verschiebung von einer Stunde Dunkelheit am Nachmittag auf den Morgen einen deutlich positiven Effekt hat... Auch die Wirtschaft hat überzeugende Argumente für eine Anbindung Großbritanniens an die mitteleuropäische Zeitzone, denn der Unterschied von einer Stunde stört ernsthaft die Geschäfte. Es ist beispielsweise fast unmöglich, von London pünktlich zu Morgensitzungen in Paris oder Brüssel einzutreffen. Selbst die Telefonkommunikation leidet darunter. Auf dem Kontinent geht man Mittag essen, wenn es in London 11 Uhr ist, und kehrt gegen halb zwei zurück, wenn in den Londoner Büros gerade die Mittagszeit beginnt."

The Times - Großbritannien | 12.04.2007

Anatole Kaletsky über die Harmlosigkeit unserer Zeit

"Niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit war das Leben vorhersehbarer, sicherer und stabiler - zumindest für die große Minderheit der Menschen, die in den fortschrittlichen kapitalistischen Ländern Westeuropas, Nordamerikas oder Ostasiens leben," schreibt Anatole Kaletsky. "Verglichen mit den Umbrüchen des frühen 20. Jahrhunderts erscheinen die Herausforderungen, denen wir uns heute stellen müssen - ob als Familien und Individuen oder als Gesellschaften und Nationen -, geradezu lächerlich harmlos. Haben die Psychologen, die uns sagen, dass Unfallzeugen sofortiger therapeutischer Betreuung bedürfen, vergessen, dass es Holocaustüberlebende oder Kriegsgefangene in Burma gab?... Können Politiker aufrichtig in einem Atemzug von der Bedrohung früherer Generationen durch Kommunisten und Nazis und vom heutigen Terrorismus sprechen? Jeder, der solche Vergleiche macht, beleidigt unsere Intelligenz und unsere mutigen Vorfahren."

The Times - Großbritannien | 26.01.2006

Weltwirtschaftsforum Davos

Anatole Kaletsky denkt über das Weltwirtschaftsforum nach, das derzeit im schweizerischen Davos stattfindet. "Die Kombination von Launenhaftigkeit und konsensorientiertem konventionellen Denken macht Davos zu einem hoffnungslosen Ort für Medien oder Finanzmärkte, die sich auf die Ereignisse des Jahres vorbereiten wollen. Wenn es überhaupt zu irgendwas nutze ist, dann kann die 'Stimmung von Davos' als Gegenindikator gelten. Die in Davos vorherrschenden Meinungen werden aller Voraussicht nach am allerwenigsten irgendwelche großen Schocks im kommenden Jahr bewirken, sie werden sich vor allem finanziell und ökonomisch als völlig falsch erweisen... Das wahre Ziel von Davos ist einfach: Es geht um die Schaffung von Netzwerken durch Händeschütteln und Augenkontakt... Auch wenn wir unser Leben alle im Internet oder am Handy verbringen - das wird nie den direkten menschlichen Kontakt ersetzen."

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