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01.12.2008

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Presseschau / Autorenindex


Kappert, Ines

Kappert, Ines

Dr. Ines Kappert ist Redakteurin bei der tageszeitung. Zuvor war sie für die Kulturstiftung des Bundes im Bereich Kulturaustausch mit dem östlichen Europa tätig. 2006 veröffentlichte sie: "Sprung in die Stadt: Chisinău, Sofia, Pristina, Sarajewo, Warschau, Zagreb, Ljubljana". Im April 2008 erscheint ihr Buch "Der Mann in der Krise. Eine konservative Kapitalismuskritik in der Mainstreamkultur".



Der Autor/ die Autorin hat bisher 1 Artikel auf euro|topics veröffentlicht.


1.  Debatte | 05.02.2008

Vergangenheitsbewältigung in Osteuropa

Eine zentrale Frage für die postkommunistischen Länder Europas ist der Umgang mit den Hinterlassenschaften der alten Regime, insbesondere der Geheimdienstakten. Sollen sie verschlossen und vergessen oder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und zur Aufarbeitung freigegeben werden? » mehr


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


die tageszeitung - Deutschland | 20.11.2007

Gewalt an europäischen Schulen

Ines Kappert findet, nach dem verhinderten Amoklauf in Köln seien wieder "die altgedienten Erklärungsmuster" ins Spiel gekommen. Dabei hätten Polizei und Schule einiges richtig gemacht. "Alarmierte Schüler wurden von den Lehrern ernst genommen und die Schulleitung wusste, dass sich am 20. 11. das Massaker in Emsdetten jährt. Sie hat begriffen: Amoklaufen an der Schule ist eine globale Erzählung, zu deren Teil sich einzelne, offensichtlich schwer verstörte Jungen wie Rolf B. machen wollen. Weil sie Aufmerksamkeit fordern, weil sie sich rächen wollen, weil sie glauben, alle anderen Kommunikationsangebote haben versagt." Kappert kritisiert jedoch, dass der Schüler nach dem Gespräch nach Hause geschickt worden sei: "Gewaltbereite, desorientierte Jungen einfach ihres Weges zu schicken, ist auf gar keinen Fall eine Lösung."

die tageszeitung - Deutschland | 26.10.2007

Jakob Tanner über den Schweizer Populismus

Der Schweizer Historiker Jakob Tanner erklärt nach dem Wahlerfolg der rechtspopulistischen SVP, wie sich die Schweizer Spielart des Populismus entwickeln konnte. Im Gespräch mit Ines Kappert sagt er: "Die Schweiz war ja nie ein linkes Land. Zudem gab es im ganzen 20. Jahrhundert eine enorme Angst vor der so genannten Überfremdung. In den Dreißigerjahren haben Schweizer Nationalisten europaweit eine Avantgarderolle bei der Verbreitung einer fremdenfeindlichen antibürgerlichen Propaganda übernommen. Aber die konnte damals noch in die Schranken gewiesen werden. Neu ist, dass die bürgerliche Politik, die von Staatsseite immer auf Ausgleich angelegt war und liberale Werte hochhielt, seit den 1990er-Jahren durch die SVP systematisch ausgezehrt wird... Der Umstand, dass man als kleiner neutraler Nationalstaat mit der EU auf bilateraler Ebene verhandeln kann und sich nur das rauspickt, was für die Schweiz nützlich ist, führt zur Ansicht, die Schweiz könnte ihren Wohlstand ausbauen, indem sie seine parasitäre Nischenfunktion sichert."

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