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Christow, Christo
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Enttarnung eines Präsidenten
Der heutige bulgarische Staatspräsident Georgi Parwanow hat als junger Historiker für den dortigen Staatssicherheitsdienst gearbeitet, wie nun bekannt wurde. Christo Christow kommentiert: "'Ich gestehe, dass ich für die Staatssicherheit gearbeitet habe. Verzeiht bitte.' Solch eine öffentliche Entschuldigung hat unsere Gesellschaft in den vergangenen 17 Jahren kein einziges Mal zu hören bekommen, wenn es um die Frage nach der Mitarbeit in einem repressiven Apparat des totalitären Regimes ging... Bei uns erklären die öffentlich enttarnten Agenten und Informanten stattdessen vielmehr, dass sie dies aus großer Liebe für ihre Heimat getan hätten, nur aus nationalem Interesse gehandelt haben und sich dafür nicht schämen müssten." In den vergangenen 17 Jahren des schwierigen Transformationsprozesses "haben die Bulgaren genügend Manipulation und Akten gesehen. Und nun werden wir erneut Zeugen, dass eine Tatsache, die unser Staatsoberhaupt betrifft, lange verheimlicht wurde, und sich dadurch in eine Manipulation der gesamten Gesellschaft verwandelt hat."
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Bulgarien fordert von Moskau geheime Dokumente
Bulgarien fordert die Rückgabe geheimer Dokumente, die im Zweiten Weltkrieg von der sowjetischen Armee nach Moskau verschleppt wurden. Christo Christow kommentiert: "Bislang hat nur eine bulgarische Regierung die Frage nach der Rückgabe der Archive aus Moskau gestellt: die unter Dimitar Popow 1991... Unter diesem Blickwinkel ist die neue Forderung nach 16 Jahren ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die internationale Praxis hat gezeigt, dass solche Fragen - wenn es um Archive und heikle geschichtliche Ereignisse und Fälle geht - allein auf politischem Weg und auf höchster staatlicher Ebene gelöst werden können. Das wurde auch im Jahrzehnt nach dem Zerfall der Sowjetunion deutlich, als der russische Präsident Boris Jelzin seinem polnischen Kollegen Lech Walesa Dokumente übergab, die den Massenmord an 15.000 polnischen Kriegsgefangenen 1940 bei Katyn dokumentieren... Es ist schon ein wenig seltsam, dass so viele 'Patrioten' unter den bulgarischen Politikern kaum Interesse daran zeigen, von Moskau Dokumente über die eigene Geschichte zu erhalten."
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