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Klein, Naomi


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Vanguardia - Spanien | 25.09.2008

Klein kritisiert die Reaktion auf die Finanzkrise

Die Kapitalismuskritikerin Naomi Klein kommentiert in der Tageszeitung La Vanguardia die Rettungsaktionen, mit denen die internationale Finanzkrise eingedämmt werden soll: "Was auch immer die Bedeutung der Vorgänge der vergangenen Woche sein mag, sollte niemand an die übertriebenen Aussagen glauben, dass die Krise der Märkte den Tod des freien Marktes nach sich zieht. ... In Phasen des Aufschwungs ist es eben nützlich, das Laissez-faire zu predigen, da ein fast abwesender Staat das Wachsen der Spekulationsblasen zulässt. Platzen die Blasen, wird diese Ideologie zur Falle und wird auf Eis gelegt, während die 'große Regierung' zu Hilfe eilt. Aber dass sich niemand täuscht: Die Ideologie wird wieder hervorgeholt, sobald die Rettungsaktion abgeschlossen ist. Die astronomischen Schulden, die die Bürger anhäufen, um die Spekulanten aus dem Schlamassel zu ziehen, werden sich größtenteils in eine Haushaltskrise verwandeln, die als Vorwand für Kürzungen des Sozialstaats dienen werden. Und man wird uns auch sagen, dass unsere Hoffnungen auf eine grüne Zukunft leider zu viel Geld kosten. Wir wissen [allerdings] nicht, wie die öffentliche Meinung darauf reagieren wird."

La Vanguardia - Spanien | 11.08.2008

Naomi Klein über den Irak-Krieg

Die Autorin und Globalisierungskritikerin Naomi Klein reflektiert in der spanischen Tageszeitung La Vanguardia unter dem Titel "Katastrophen-Kapitalismus" die aktuelle Phase des Weltwirtschaftssystems. Unter anderem schreibt sie zum Irak-Krieg: "Einige der Architekten des Irak-Krieges leugnen jetzt nicht einmal, dass das Öl einer der Hauptgründe für die Invasion war. Fadhil Chalabi, einer der wichtigsten Berater der Bush-Regierung in den Monaten vor dem Krieg, sagte neulich, dass der Einmarsch 'eine strategische Aktion der USA und Großbritanniens im Persischen Golf war, um die Öl-Versorgung für die Zukunft zu sichern'. Andere Staaten wegen ihrer Bodenschätze zu besetzen, ist laut den Genfer Konventionen illegal. Das heißt, dass die Aufbauarbeit der Infrastruktur im Irak - inklusive der Öl-Infrastruktur - Aufgabe der Invasoren ist. Sie müssen die Reparationen zahlen. (Man darf nicht vergessen, dass das Regime unter Saddam Hussein nach der Invasion im Jahr 1990 Kuwait 9 Milliarden Dollar Reparationen zahlte.) Stattdessen verpflichtet man den Irak 75 Prozent seiner Bodenschätze zu verkaufen, um die Rechnung für eine illegale Invasion und Besatzung zu zahlen."

MediaPart - Frankreich | 27.02.2008

Naomi Klein über Bürgerjournalismus

Die kanadische Globalisierungskritikerin Naomi Klein erklärt Jade Lindgaard im Interview, warum sie in Blogs eine sinnvolle Ergänzung des investigativen Journalismus sieht. "Blogs sind echte Alternativmedien geworden, die Skandale ans Licht bringen können. Ihre Rolle ist mit der von Radiosendern vergleichbar, weil sie Informationen, die investigative Journalisten in den Zeitungen veröffentlicht haben, aufgreifen und manchmal sogar noch zuspitzen... Oft liegt es an der Darstellungsweise, wenn der Schock ausbleibt. Es kommt darauf an, wie man eine Geschichte erzählt. Das Aufzählen von Fakten reicht nicht. Der Verlust der Erzählung, der Verlust einer gemeinsamen Geschichte versetzt uns in einen Schockzustand. Deswegen sind Blogs so aufregend, weil sie Informationen, die an sich anti-erzählerisch sind, in einen Kontext stellen. Was der Bürgerjournalismus unglaublich gut kann, ist aus Fakten eine Geschichte machen."

The Guardian - Großbritannien | 30.11.2007

Naomi Klein über den Trend zur Sicherheitstechnologie

Im Dezember findet in Bali der Weltklimagipfel statt. Naomi Klein weist aus diesem Anlass darauf hin, dass manche Finanzberater neuerdings empfehlen, statt in Umwelttechnologie lieber in Rüstung zu investieren. "Die Vorstellung, der Kapitalismus könnte uns vor der Klimakatastrophe bewahren, hat viel für sich. Sie bietet Politikern eine Entschuldigung dafür, Firmen zu unterstützen, statt sie zu regulieren; und sie hilft dabei, eine Debatte über die zentrale Marktlogik vom endlosen Wachstum zu vermeiden, die uns schließlich dorthin gebracht hat, wo wir jetzt stehen... Der Markt allerdings scheint eine andere Vorstellung davon zu haben, wie man auf die Herausforderungen der zunehmend krisengeplagten Welt reagiert. Der Analyst Douglas Lloyd hat beobachtet, dass sich das große Geld - allen Regierungsanstrengungen zum Trotz - von den Umwelttechnologien abwendet und vielmehr auf die Technologien setzt, die die wohlhabenden Länder und Individuen in Hi-Tech-Festungen verwandeln."

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