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Krasowski, Robert
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Apell an polnische Politiker
Aus Anlass des heutigen Jahrestages des Beginns des Warschauer Aufstandes 1944 gegen die deutschen Besatzer richten die Chefredakteure der Tageszeitungen Polska, Dziennik, Gazeta Wyborcza und Rzeczpospolita einen gemeinsam Appell an Präsident Lech Kaczyński und die polnische Regierung. Die Politiker sollten ihr Versprechen für einen Drehbuch-Wettbewerb einlösen und Filme über den Warschauer Aufstand finanzieren. "Leider ist 20 Monate nach diesen begrüßenswerten Worten zu Filmen über den Warschauer Aufstand noch nichts passiert. Deswegen appellieren wir ... an die polnischen Politiker, die mit dem Wettbewerb eingeleiteten Arbeiten abzuschließen. Wir wissen, dass man dazu ernsthafte Mittel brauchen wird, möglicherweise Zigmillionen Złoty, aber wir sind der Meinung, dass das unabhängige Polen sich heute solche Ausgaben leisten muss. ... Im Alltag teilen uns politische Ansichten und die Vision für die Zukunft Polens. ... Aber wir sind der Ansicht, dass es ... Angelegenheiten und Themen in der polnischen Erinnerung gibt, die ein gemeinsames Vorgehen erfordern. Der Warschauer Aufstand zählt mit Sicherheit zu den wichtigsten unter ihnen."
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Vorgezogene Neuwahlen im Oktober?
Nach monatelanger Krise hat der polnische Regierungschef Jarosław Kaczyński Neuwahlen für Oktober angekündigt. Das Parlament muss die Selbstauflösung allerdings vorher zunächst mit Zweidrittel-Mehrheit beschließen. Chefredakteur Robert Krasowski meint, nur ein Führungswechsel in der rechtskonservativen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) und in der oppositionellen rechtsliberalen Bürgerplattform (PO) könnte die Spaltung des rechten Lagers überwinden. Sonst drohe das gleiche Szenario wie 2005: "Wir werden einen brutalen Wahlkampf erleben, in dem die eine rechte Partei für die andere der größte Feind sein wird. Und sobald die Wahlergebnisse bekannt gegeben werden, wird sich zeigen, was man von Anfang an wusste:Die einzige Lösung ist eine Koalition... Wenn [die Parteivorsitzenden] Tusk (PO) und Kaczyński (PiS) nach der Wahl wieder Probleme mit der Verständigung haben, sollte man überlegen, ob man sie in dieser Situation höflich verabschieden sollte oder ob man ihnen diese Möglichkeit heute schon anbietet."
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Polnische Regierung attackiert das Verfassungsgericht
Der Streit um das polnische Lustrationsgesetz, nach dem 700.000 Polen eine Erklärung über ihre mögliche Geheimdienstmitarbeit abgeben müssen, eskaliert. Einen Tag bevor das Verfassungsgericht sein Urteil über das Gesetz verkünden wollte, berief die Regierung am Donnerstag zwei Verfassungsrichter mit der Begründung ab, sie seien früher Geheimdienst-Mitarbeiter gewesen. Chefredakteur Robert Krasowski empört sich über diesen "Lustrationskrieg": "Was gestern passiert ist, ist unerhört. Wie kann nur ein Machtorgan ein anderes kontrollieren? Nur um es einzuschüchtern und eine für sich günstige Entscheidung zu erzwingen? Das ist ein noch nie dageweser Skandal... Selbst wenn sich der Vorwurf bestätigen sollte, dass die ausgeschlossenen Richter Agenten waren, ist die Art und Weise, wie das bekannt gegeben wurde, diese ostentative Brutalität und dieses evidente politische Interesse, in einem Rechtsstaat inakzeptabel."
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