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le Bussy, Olivier


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Libre Belgique - Belgien | 21.11.2007

Subventionsabbau für die europäische Landwirtschaft

Der Agrarökonom Jean-François Sneessens äußert im Gespräch mit Olivier le Bussy, die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ergebe sich logisch aus dem, was bislang unternommen wurde. "Einerseits ist das eine Anpassung an die Forderungen der WTO, andererseits hängt es mit der Entwicklung der EU selbst zusammen. Bei 27 Ländern ist eine GAP immer schwerer ausführbar. Deswegen will die EU-Kommission eine Vereinfachung der Agrarpolitik... Die aktuelle Konjunktur ist für Getreide und Milch sehr günstig, das macht das Vorhaben der Kommission einfacher. Aber die Preise werden nicht immer so hoch bleiben. Die Idee ist, dass man keine Quotenregelung mehr braucht. Ich glaube allerdings, dass die Kommission ein bisschen zu optimistisch ist, weil die Marktentwicklung schwer vorherzusehen ist. Insofern sind Regulierungsmechanismen etwas verlässlicher."

La Libre Belgique - Belgien | 24.10.2007

Kommt die europäische Blue Card?

Der Sozialwissenschaftler Marco Mertiniello vom CEDEM in Lüttich nimmt im Interview mit Olivier le Bussy Stellung zur europäischen Blue Card. "Es gibt offensichtlich die Schwierigkeit, dass die EU-Mitglieder die Dinge ähnlich sehen. Sie machen sich gegenseitig Konkurrenz bei der Anwerbung hochqualifizierter Arbeitskräfte. Es handelt sich um eine Art Krieg im Frühstadium. Deshalb sind manche gegen eine europäische Lösung. Sie fürchten, dass sie dabei Federn lassen müssen, und eine Beschränkung ihrer Souveränität. Es scheint leichter, sich auf gemeinsame restriktive Maßnahmen wie zum Beispiel Abschiebungsregelungen zu einigen. Bei der Immigration aus wirtschaftlichen Gründen jedoch zögern die Staaten, weil dieses Phänomen vor allem grenzübergreifend ist."

La Libre Belgique - Belgien | 29.06.2007

Portugal übernimmt die EU-Ratspräsidentschaft

Portugal will den EU-Ratsvorsitz nutzen, um die europäische Politik in Richtung Mittelmeerraum und auf die Länder der Südhalbkugel zu lenken. Olivier le Bussy fasst zusammen, was auf der Agenda steht: "Erstens ein EU-Gipfel mit Brasilien, ein aufsteigendes Land und eine ehemalige portugiesische Kolonie, was vielleicht die Differenzen verringern könnte, die es seit der Doha-Runde der WTO-Verhandlungen gibt. Dann ein Gipfel mit Afrika - der erste seit 2000, damals auch schon unter europäischer Präsidentschaft - um dem schwarzen Kontinent zu helfen, die Grundlagen für eine Integration nach dem europäischen Modell zu schaffen, aber auch um über Frieden zu diskutieren, über nachhaltige Entwicklung und über die Regulierung der Flüchtlingsströme. Und schließlich noch die Kooperation mit den Mittelmeer-Anrainerstaaten bei der Euromed-Konferenz."

La Libre Belgique - Belgien | 05.04.2007

Polen lenkt im Streit mit der EU ein

Olivier le Bussy meint, dass das polnische Nachgeben, "wenn es sich bestätigt, für die Europäer eine Erleichterung bedeutet, denn sie zählen auf das Partnerschaftsabkommen mit Russland, um die Gas- und Ölversorgung der 27 EU-Länder zu sichern. Vor dem Kurswechsel sah die polnische Position so aus: Auf keinen Fall die EU ermächtigen, Verhandlungen mit Russland zu führen, solange Moskau sein Embargo für polnisches Fleisch und Gemüse aufrecht erhält. Russland rechtfertigt dieses Embargo mit hygienischen Vorschriften, Polen meint, Russland habe politische Motive. Zwischen diesen Nachbarn gibt es reichlich Streit: die Aussicht, dass Polen einen Teil des US-Raketenabwehrsystems beherbergt, treibt Moskau zur Weißglut. Die Polen (und andere) sind wiederum strikt gegen das Projekt einer Ölpipeline durch die Ostsee, die Deutschland und Russland verbinden würde."

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