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Lechner, Marie
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Geert Lovink für eine europäische Alternative zu Google
Einige Dinge funktionierten im Web 2.0 nicht, erklärt der niederländische Medientheoretiker Geert Lovink im Interview mit Marie Lechner. "Noch nie zuvor hat ein Unternehmen wie Google so viele private Daten über uns gesammelt... Das Internet ist ein digitaler öffentlicher Raum, in dem unsere Daten gespeichert werden. Sie sollten weder Eigentum von Staaten noch von Unternehmen sein. Das ist nicht so utopisch, wie es scheint. Diese Idee könnte von internationalen Organisation wie der Unesco jetzt schon umgesetzt werden. Leider haben diese Organisationen den Kontakt zur Gesellschaft verloren und sind zu veralteten Bürokratien erstarrt, wie wir bei den UN-Informationsgipfeln (WSIS) 2003 und 2005 gesehen haben. Wir brauchen eine starke und transparente europäische Alternative zu Google und eine dezentralisierte Struktur des Wissens wie bei Wikipedia, die sich am öffentlichen Wohl orientiert."
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Die Grenzen des Körpers erkunden
"Freaks, Mutanten, Fans von Körperschmuck, Aussätzige des Kulturbetriebs, Trapezkünstler, Schauspieler, Tänzer und Musiker haben sich im Rahmen des Body-Art-Festival 'Souterrain porte IV' zu einer Woche radikaler Performances getroffen. Veranstaltungsort war das T.O.T.E.M., eine Industustriebrache im Cyberpunk-Dekor in der Nähe von Nancy. Das ambitionierte und thematisch offene Festival hatte sich dem Thema Monster verschrieben", schreibt Marie Lechner und zitiert Mitorganisator Didier Manuel: "Die Bienale lotet den Körper und seine Grenzen aus. Wir wollen durch die Figur des Monsters die Zeichen der Zeit analysieren. Die Entwicklung der Gen- und Biowissenschaft und der Nanotechnologie stellt die Frage nach unserer physischen Integrität und unserer Menschlichkeit neu."
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Die Ars Electronica verabschiedet die Privatsphäre
Marie Lechner schreibt über das Festival elektronischer Kunst, Ars Electronica, das derzeit in Linz stattfindet und sich in diesem Jahr mit der Überwachungsgesellschaft und dem Verlust der Privatsphäre beschäftigt. Besondere Aufmerksamkeit widmet sie der österreichischen Netz-Künstlerin Manu Luksch, die in Linz ihre Arbeit 'Faceless' zeigt. "Sie wohnt in London und hat sich nie an die Omnipräsenz von Überwachungskameras gewöhnen können: 'Es gab überall so viele von ihnen, dass ich es überflüssig gefunden habe, ihnen meine hinzuzufügen'. So entschied sie sich, einen Science-Fiction-Spielfilm zu machen, für den sie ausschließlich Bilder von Videoüberwachungskameras verwendete...'Der Freidenker und Kunstkritiker Brian Holmes sagt, es sei dringend notwendig, dass die Künstler neue Bilder und neue Metaphern schaffen, um die Öffentlichkeit auf diese aufdringliche Überwachung aufmerksam zu machen.'"
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