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Lloyd, John


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Repubblica - Italien | 18.08.2008

Verkannte Italiener

Der britische Schriftsteller und Fernsehproduzent John Lloyd antwortet in der Tageszeitung La Repubblica auf den Vorwurf der britischen Tageszeitung The Independent, in Italien gäbe es nur noch Verbote. "Es fällt mir schwer zu glauben, dass meine illustren Kollegen vom Independent von dem selben Italien sprechen, das ich kenne. ... Großbritannien legt im Gegensatz zu Italien, wo soziale Titel, Ränge und Höflichkeitsformen noch verwurzelt sind, häufig ein eher konfuses Verhalten im sozialen Umfeld an den Tag. ... Das Herausstellen von bürokratische Regeln oder sozialen Vorschriften, die jede Form des Vergnügens verbieten, bedeutet, die italienische Gesellschaft total zu verkennen . Der Gemeinplatz, die Italiener seien Frohnaturen, hat seine Richtigkeit. ... Wir beneiden die Italiener oft um ihre Fähigkeit zum Spiel, zur Theatralik. Es mag wahr sein, dass die Regeln die Gesellschaft lenken und auch behindern, aber selten auf lange Zeit. In Italien ist der Drang zum Vergnügen stärker."

La Repubblica - Italien | 04.07.2006

John Lloyd über die Linke und den Krieg

Der britische Journalist John Lloyd analysiert die Schwierigkeiten der demokratischen Linken mit dem Thema Krieg. "Jetzt bekommt die italienische Linke den Druck einer neuen Art von Globalisierung zu spüren. Sie muss jetzt eine Politik und Ideen entwickeln, sie muss Entscheidungen treffen, die Krieg und Frieden betreffen. In den USA und in Großbritannien hat die Linke darunter gelitten. In Frankreich, Deutschland und Spanien ist sie dem aus dem Weg gegangen... Der größte aktuelle Konflikt, der Irak-Konflikt, hat zu einer Spaltung innerhalb der britischen und amerikanischen Linken geführt. In Italien wurde die Irak-Frage beiseite geschoben... Traditionell stehen die demokratischen Linken für Toleranz, Gleichheit und Gerechtigkeit. Das lässt sich aber nicht auf das jeweilige Land begrenzen. Die Linke will auch deshalb an die Macht, weil sie Unterdrückung bekämpfen will, wo immer sie kann."

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