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Maak, Niklas


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | 22.06.2007

Produktives Scheitern auf der documenta 12

Nicht nur, dass die Kasseler Straßenreinigung das Kunstwerk der chilenischen Künstlerin Lotty Rosenfeld entfernte - auch mit den Naturgewalten hat die documenta in Kassel zu kämpfen. Das populärste Kunstwerk der Ausstellung, Ai Weiweis Skulptur "Template" - ein aus alten Türen und Fenstern, die dem chinesischen Bauboom zum Opfer fielen, gebauter Turm - ist nach einem Unwetter zusammengestürzt. Der Künstler aus China findet sein Kunstwerk nun besser und auch Niklas Maak ist angetan: "Interpretationsfreudige Ruinenbesucher könnten sagen: Aus Teilen der zerstörten alten Häuser machte Ai eine Skulptur, wandelte die Destruktionsenergie der Globalisierung also in eine neue, sinnbefreit schöne Form um; dieses Kunstwerk wird nun von der klimaveränderungsgebeutelten Natur noch einmal verformt... Produktives Scheitern ist ein Grundmotiv dieser documenta - in diese Kunstgeschichte des Aufgebens und der durch Deformation befreiten Form passt auch Ai Weiweis zusammengestürzte Bauschrottkathedrale. So gesehen, haben die Wettergötter Roger M. Buergel und seiner documenta am Ende das perfekte Kunstwerk beschert."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | 29.05.2007

Zum Tod von Jörg Immendorff

Am 28. Mai ist der deutsche Maler Jörg Immendorff im Alter von 61 Jahren an den Folgen der Nervenkrankheit ALS gestorben. Niklas Maak porträtiert den Maler: "Mit gutem Geschmack hatte er nichts am Hut: Lustvoll halbverdorbene, furchterregende Magentafarben, naiv verbogenes, schief Schmierendes verursacht Schmerzen in den Augen, bewahrt manches Bild aber auch vor der einschläfernd milden Gefälligkeit und dem kraftlos brummenden Pathos neuerer deutscher Malerei. Sein Porträt Gerhard Schröders zeigt den Gasprom-Mitarbeiter in Gold und in Begleitung von Affen als Allegorien der Künstler... Bei allem lederjackenhaft-kumpeligen Auftritt und allen Kokain- und Bordellskandalen war er derjenige, der Ende der sechziger Jahre die heroische Künstlerfigur, die Arbeit am eigenen Künstlermythos, entschlossen auseinandergenommen hat und zu einer anderen Art von Kunstproduktion und -rezeption kommen wollte: darin liegen sein Verdienst und seine Bedeutung."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | 02.08.2006

Rembrandt in Berlin

Drei Rembrandt-Ausstellungen sind ab heute in Berlin zu sehen - Niklas Maak interessieren in der Berliner Gemäldegalerie besonders die oft geschmähten Nachahmungen. "Dass Kopien oft mehr zeigen als die Originale, beweist Gerrit Lundens kleine Kopie der Nachtwache, die statt des nicht transportierbaren Originals in Berlin hängt. Denn Lundens Bild zeigt das Gemälde in seiner ursprünglichen Form, während Rembrandts Gemälde 1715 brachial an allen vier Seiten so beschnitten wurde, dass es zwischen die Türen eines kleinen Raums im Rathaus auf dem Dam passte - eine Verstümmelung, die das Dynamische des Bildes vollkommen zum Erliegen brachte. Sieht man die Kopie, begreift man erst, dass es Rembrandt bei diesem Gemälde nicht um das statische Porträt der Gruppe, sondern um eine aufgewühlt nach vorn drängende Bewegung ging."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | 22.12.2005

Ausstellung im Berliner "White Cube"

Als "Ausstellungswunder von Berlin" preist Niklas Maak eine morgen in Berlin eröffnende Ausstellung im "White Cube", einer provisorischen Kunsthalle im zum Abriss freigegebenen Palast der Republik. Die Schau, erzählt Maak, war eine spontane Idee der Ausstellungsmacher. "Sie riefen Thomas Scheibitz an, den in Berlin lebenden Künstler, der in diesem Jahr Deutschland auf der Biennale in Venedig vertrat - und was dann passierte, ist jetzt schon Legende. Scheibitz rief befreundete Künstler an. Die weitere Freunde anriefen. So kam in nur 19 Tagen, ohne Kuratoren, ohne eine Institution im Hintergrund, eine Ausstellung zusammen, wie man sie in Berlin lange nicht gesehen hat. Mehr als dreißig international renommierte Künstler, die zum großen Teil in der Stadt leben, stellen im "White Cube" meist neue Arbeiten vor, und selten hat sich in Berlin ein so vielsagendes Bild der hier entstehenden Gegenwartskunst kristallisiert."

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