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Makai, József
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Budapests endloses U-Bahn-Projekt
Das Projekt der Budapester U-Bahnlinie 4 ist ein Politikum, das entweder als "sinnloses Millionengrab" vehement abgelehnt oder begeistert befürwortet wird. 1972 wurde die Linie erstmals konzipiert, der derzeitige Streckenverlauf 1996 festgelegt, der Bau begann im Frühjahr 2007. József Makai kommentiert: "Die Linie 4 ist ein Symbol für den Größenwahn, aber auch die Mühen Ungarns. Deshalb darf sie nie fertig werden. Denn falls sie 2010 fertig würde: Welche Wahlversprechen blieben den Politikern dann noch für die Kampagne 2014? Es gibt hierzulande kaum Ideen, die die Idee der U-Bahn-Linie ersetzen könnten. Also wird die U-Bahn weiter gebaut und wird ganz bestimmt in der nächsten Legislaturperiode fertig – immer in der nächsten, versteht sich."
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Isoliertes Serbien
In Serbien finden am 21. Januar Parlamentswahlen statt. Die Isolation des Landes sei ein Nährboden für serbischen Nationalismus, schreibt József Makai und fordert, die EU solle die Einreise serbischer Staatsbürger in die EU erleichtern. "Das Schengener Abkommen schirmt Serbien von der Außenwelt ab, das hat viele negative Auswirkungen. Darf man sich wundern, dass die für die Errichtung Groß-Serbiens eintretende Serbische Radikale Partei stärkste politische Kraft in Serbien ist? Wie könnte es anders sein? In Serbien geht eine Generation zum ersten Mal wählen, die keine Erinnerung mehr an das normale Leben vor dem Krieg hat. Ihr bisheriges Leben ist von Krisen, Notständen und Kriegen geprägt. Massive Hetzkampagnen gehören zu ihrem politischen Alltag. Zwei Drittel aller Studenten in Serbien waren noch nie im Ausland... Es reicht nicht, den Serben langfristig einen EU-Beitritt in Aussicht zu stellen. Persönliche Erfahrungen würden sie mit der Welt schneller versöhnen als ihre demokratischen Regierungen."
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Serbiens neue Verfassung und das Kosovo
Ende September hat das serbische Parlament einen neuen Verfassungstext verabschiedet. Darin wird das Kosovo zum "integralen Bestandteil" Serbiens erklärt, aber eine "substanzielle Autonomie" anerkannt. Über diesen Verfassungstext wird es am 28. und 29. Oktober eine Volksabstimmung geben. Jozsef Makai meint, die Verfassungsinitiative sei ein Instrument der Regierung Kostunica, um eine internationale Lösung des Kosovo-Konflikts hinauszuzögern: "Die Verhandlungen zwischen Serbien und den Kosovo-Albanern waren ergebnislos, und auch in Zukunft ist ein Erfolg unwahrscheinlich. Die internationale Gemeinschaft wird sich aufgrund der Empfehlung des UN-Sonderbeauftragten vermutlich für die Unabhängigkeit des Kosovo aussprechen." Belgrad versuche, die Entscheidung mit dem Argument hinauszuzögern, dass "in Serbien möglicherweise die Radikalen an die Macht kämen, wenn die internationale Gemeinschaft an der serbischen Regierung vorbei über das Kosovo entscheide. Aus Angst vor den serbischen Radikalen vergisst der Westen schnell, dass er auch mit der derzeitigen Regierungskoalition bislang nicht viel Erfolg hatte."
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Regierungskrise in Ungarn
Jozsef Makai vergleicht die Regierungskrise der ungarischen Sozialisten mit der Irak-Affäre von Tony Blair: "Blair - der übrigens die ungarischen Sozialisten in ihrem Wahlkampf unterstützte – behauptete, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitze, mit denen man London innerhalb von 45 Minuten angreifen könne. Die ungarischen Sozialisten haben Jahre lang den ungarischen Tony Blair gesucht. Bitte schön, jetzt haben sie ihn gefunden: Gyurcsany kann genauso gut lügen wie der Kollege in London."
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