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Maziarski, Wojciech
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Streit um Rundfunkgebühren in Polen
Die polnische Regierung will die Rundfunkgebühren abschaffen und das staatliche Fernsehen und Radio aus dem Staatshaushalt finanzieren. Namhafte Künstler haben in einem Brief an Premierminister Donald Tusk dagegen protestiert. Sie fürchten vor allem langfristig eine Privatisierung der öffentlich-rechtlichen Medien. Wojciech Maziarski entgegnet: "Ganze Generationen hindurch hat sich die kulturelle Identität der Nation ohne Eingriffe des Staates gebildet (die Polen hatten ja Jahrhunderte lang keinen eignen Staat). Auch heute noch gibt der Staat keine Bücher heraus, druckt keine Zeitungen oder Zeitschriften, nimmt keine Platten auf. Es gibt keine staatlichen Kinos, Kabaretts, Internetseiten oder Blogs. Warum muss es also ausgerechnet ein staatliches Fernsehen oder Radio geben?"
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Vorgezogene Neuwahlen in Polen
In Polen sind für den 21. Oktober vorgezogene Neuwahlen festgesetzt worden. Wojciech Maziarski zieht eine negative Bilanz der knapp zweijährigen Regierungszeit der rechtskonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) und der Brüder Kaczyński. "Die PiS hat die Fundamente der liberalen Demokratie zwar nicht zerstört, sie aber beschädigt... Die PiS ist Träger antidemokratischer Bazillen. Diese sind aber noch so schwach, dass sie nicht den ganzen Organismus verseucht haben. So wirkt ein Impfstoff: Man verabreicht abgeschwächte Erreger, durch die der Organismus seine Abwehrmechanismen aktiviert, und er wird immun... Die vergangenen zwei Jahre haben gezeigt, wo der Organismus des Rechtsstaats geschwächt ist. Wir wissen jetzt, dass der Regierung der direkte Einfluss auf die Staatsanwaltschaft entzogen werden muss und dass der Staat keine Kontrolle über die öffentlich-rechtlichen Medien haben darf... Diese Aufgabe kann sicher nicht von der PiS unter der Führung von Jarosław Kaczyński erledigt werden."
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