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08.09.2008

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Michalew, Iwan


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Kapital - Bulgarien | 16.07.2008

Falsche Subventionszahlungen

In Bulgarien wächst die Besorgnis, dass man bislang die Voraussetzungen für Agrarhilfeempfänger falsch verstanden und erfüllt hat. Denn erst jetzt stellte sich heraus, dass Antragsteller, die Subventionen für mehrere Firmen empfingen, die Vorschriften verletzt haben. Die Wochenzeitung Kapital kommentiert: "In bis zu 30 Prozent der Fälle hat eine Person mit einer Beteiligung an verschiedenen Firmen mehrmals Subventionen erhalten. Falls es in diesem Punkt zu Sanktionen kommen würde, wären alle großen Unternehmer im Bereich der Fleisch-, Fisch-, und Milchverarbeitung betroffen. Das schlimmste Szenario schließt auch die Rückzahlung von Subventionen ein. ... Auch wenn Brüssel die Entwicklungen in Bulgarien zu kritisch verfolgt, gibt es gute Gründe dafür. Denn Sofia wurden bei 14 Wirtschaftsprüfungen Empfehlungen gemacht, die niemand beachtet hat. Wären sie befolgt worden, wären vor einiger Zeit nicht 125 Millionen Euro im Rahmen des [EU Beitrittsprogramms] SAPARD eingefroren worden."

Kapital - Bulgarien | 19.11.2007

Sofia vorm Verkehrskollaps

Laut Berechnungen von Wirtschaftswissenschaftlern kosten Autosstaus in der bulgarischen Hauptstadt Sofia jährlich 280 Millionen Euro. Iwan Michalew erklärt: "Wenn die Engländer Smalltalk machen wollen, reden sie über das Wetter, die Sofioter dagegen über Staus. Die Vorliebe für dieses Thema kommt nicht von ungefähr. Sofia sieht aus wie ein Schwerkranker mit verstopften Arterien und Übergewicht. Aber anstatt ihm Diät und mehr Bewegung zu verordnen, versuchen die Ärzte das Problem zu lösen, indem sie mehr Löcher in seinen Gürtel machen lassen. So ist es auch bei der Hauptstadt Sofia. Die Stadt erstickt am fürchterlichen Straßenverkehr und unter einer Decke schädlicher Abgase, und die Verwaltung versucht, durch neue Parkplätze und die Erweiterung von Straßen gegenzusteuern. Doch offensichtlich funktionieren solche Methoden nicht. Es ist an der Zeit, radikalere Mittel zum Einsatz zu bringen."

Kapital - Bulgarien | 02.01.2007

Bulgariens Beitrag zu Europa

Mit reichlich Selbstironie beschreibt Iwan Michalew einige Eigenheiten der Bulgaren, die nun die Europäischen Union bereichern. Sei es die sprichwörtliche Gastfreundschaft, der Hang zum Selbermachen (Schnaps, eingewecktes Gemüse oder Autoreparaturen) oder die ausgeprägte Solidarität, die sich im völlig überfüllten Bus darin äußert, dass Fahrscheine von Hand zu Hand, wie eine Staffel, zum Stempelautomaten durchgereicht werden. Das Fazit des Journalisten lautet unterdessen: "Bulgarien besteht nicht nur aus Plattenbauten, Folkpop-Musik und wieder verwertbaren Verschlüssen für Einweckgläser. Um daran zu erinnern: Das Land tritt der Europäischen Union auch mit einigen Vorräten an Rosen, Wein und hübschen Frauen bei. Nicht zu vergessen die Mathematiker und Computerspezialisten und ein ganz spezifischer Ordnungssinn, der immer wieder hilfreich ist."

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