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01.12.2008

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Presseschau / Autorenindex


Monnier, Claude


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Tribune de Genève - Schweiz | 13.05.2008

Gefährdete Freundschaft

Claude Monnier beschreibt die Bedeutung der deutsch-französischen Beziehungen: "Nach dem zweiten Weltkrieg war der französisch-deutsche Hass, der 1870-71 während des Krieges um Elsass-Lothringen geboren wurde und durch die Konflikte von 1914-18 und 1939-45 weiter anwuchs, das große Problem unseres alten Kontinents. … Deswegen war die Überraschung groß, als Deutschland und Frankreich Anfang der 1950er Jahre den Vorschlag Jean Monnets zur Gründung einer Gemeinschaft für Kohle und Stahl annahmen. … Man hätte denken können, dass Frankreich und Deutschland, deren Haltungen so entgegengesetzt waren, durch eine solche Union sich gegenseitig außer Kraft setzen würden. Nun - und dies ist das Wunder - rief ihr Zusammenschluss sogar eine unglaubliche Dynamik hervor, die Europa stark förderte. … Heute ist dieser wundersame Zusammenschluss leider durch den Erfolg, die Routine und Langweile bedroht. … Der französische Staatspräsident ... verlässt die privilegierten Beziehungen, die Frankreich und Deutschland pflegten. Falls das deutsch-französische Paar sich trennen sollte, droht Europa wieder der Kontinent zu werden, in dem Konflikte eher die Regel als die Ausnahme sind."

24 heures - Schweiz | 04.09.2007

Claude Monnier über den Ruck in der Politik

Claude Monnier meint, das Gute an Nicolas Sarkozy sei, dass er eine wunderbare Gelegenheit biete, über die Funktion des Rucks in der Politik nachzudenken. "Man muss zugeben, dass Sarkozy sich bewegt, dass er die Bühne ausfüllt, dass er kräftig an der Kokospalme rüttelt...", schreibt er. "Wenn ein solch friedlicher Ruck geschieht, dann ist der politische Inhalt dieses Rucks (konkrete Maßnahmen, die ergriffen oder geplant werden) in gewisser Weise weniger wichtig als der Ruck selbst. Man betrachte den Fall USA: Nach den Attentaten vom 11. September 2001 hat George W. Bush, im Grunde gegen seinen eigenen Willen, Amerika bis ins Mark erschüttert. Seine konkrete Politik - vor allem der Irakkrieg - war finster. Doch die Erschütterung, die diese finstere Politik dem Land aufgezwungen hat, könnte dazu beitragen, dass sich Amerika modernisiert... Der Nachfolger von George W. Bush wird, wenn er begabt ist und Visionen hat, ein Amerika führen, das viel offener dafür sein wird, seinen Sozialvertrag neu auszuhandeln, als das seit dem New Deal je der Fall war."

24 heures - Schweiz | 19.12.2006

Claude Monnier erinnert an die Spielregeln der Demokratie

"Die Demokratie ist das beste politische System, jedoch nur unter der Bedingung, dass jeder ihrer Akteure seinen Part sauber und vollständig spielt", meint der Schweizer Kommentator Claude Monnier mit Blick auf die Einschränkung der Bürgerrechte in den USA nach dem 11. September. "Die Regierung muss sich informieren, nachdenken, voraussehen, und sie muss vor allem ihre Entscheidungen ehrlich und aufrichtig im allgemeinen Interesse des Landes fällen. Das Volk, also Sie und ich, muss sich informieren, Fragen stellen, die Antworten in Zweifel ziehen, wenn sie ihm nicht ausreichend begründet erscheinen, sich schließlich eine unabhängige, stimmige Meinung bilden, die nicht das Werk spontaner Gefühls- oder Wutausbrüche ist, und diese mutig verteidigen. Das sind schon eine ganze Reihe von Bedingungen. Aber wenn diese Bedingungen nicht erfüllt sind, bewegt sich die Demokratie mechanisch auf den Autoritarismus oder die Diktatur zu, vor denen sie doch schützen möchte."

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