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Presseschau / Autorenindex
Mrevlje, Andrej
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Opposition wacht auf
Walter Veltronis Demokratische Partei (DS), die vor einem halben Jahr beide Wahlen gegen Berlusconis Koalition verloren hat, wacht langsam auf, schreibt die Tageszeitung Dnevnik. "Mit ihrem selbstständigen Auftritt wollte die Demokratische Partei beweisen, dass sie die führende Kraft in der Opposition und fähig ist, das Land zu regieren. ... Die Versammlung am Samstag war zumindest dem Anschein nach eine Großkundgebung des demokratischen Italien ... Dabei waren Akademiker, Italiener, die gegen Rassismus und einen autoritären Führungsstil sind, [und] diejenigen, die morgens bemerken, dass ihnen in der Nacht, als sie schliefen, jemand das eine oder andere Recht gekürzt hat. ... Die Italiener lieben kollektive Proteste und sind darin Meister der Organisation. Es sieht so aus, als sei nun der Zeitpunkt gekommen, zurückzublicken und Lösungen zu suchen. Walter Veltroni ist überzeugt, dass er die Lösung ist. Doch mit der Massenversammlung am Samstag hat er von seinen Wählern nur das Recht auf eine Nachprüfung bei den nächsten Wahlen bekommen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Italien
Soldaten auf Italiens Straßen
Auf der Webseite der Tageszeitung Dnevnik kommentiert der Journalist Andrej Mrevlje die Entscheidung der italienischen Regierung, ab heute 3000 Soldaten in einigen größeren Städten Italiens zur Abschreckung einzusetzen: "Militär auf den Straßen ist nie ein gutes Zeichen für den Fortschritt von Demokratie, vor allem nicht, wenn sich noch weitere mit Schallgeschwindigkeit angenommene Maßnahmen dazu gesellen, mit denen Berlusconis Regierung versucht, über Nacht jahrzehntelang herrschendes Chaos zu beseitigen. Es ist eine Tatsache, dass der derzeitigen politischen Atmosphäre in Italien Militäruniformen zusagen. ... Eine andere Frage ist jedoch, ob die 3000 Soldaten das Leben in den Städten verändern werden. Das Hauptargument der Regierung für eine derartige Militarisierung lautet: Wenn sich Diebe, Betrüger, Gewalttäter und vor allem Einwanderer keine Gedanken um die zahlreichen Polizisten auf Italiens Straßen machen, werden ihnen vielleicht die Soldaten Angst einjagen." Nach Angaben der Regierung sollen vor allem staatliche Objekte geschützt werden, doch "leider hat sich gezeigt, dass dazu auch Romasiedlungen und Zentren für Einwanderer zählen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Italien
Mozarella und Müll
Für die slowenische Zeitung Dnevnik hängt auch das Importverbot für italienischen Mozzarella mit der Müllkrise zusammen: "Der erste italienische Politiker, der sein Entsetzen über den Importstopp der USA für den wunderbaren Mozzarella aus Büffelmilch ausdrückte, war der jetzige Premier Italiens. ... Für Berlusconi war die Angelegenheit von ästhetischer Bedeutung. ... In der EU war man über den Mozzarella-Skandal froh. Jedoch nicht, weil man den Käse nicht mag, der für Italien fast schon von sagenhafter Bedeutung ist, sondern weil der Mozzarella es ermöglichte, den Hebel bei einem viel größeren Problem Italiens anzusetzen: Beim ... profitablen Handel mit Industrieabfällen und illegalen Mülldeponien im Gebiet von Neapel, der Wiege des Mozzarellas aus Büffelmilch. … [Aber] natürlich wollen wir ... nicht behaupten, dass der Skandal um den verseuchten Mozzarella der einzige Grund dafür ist, dass die rechte Regierung die langjährigen italienischen Anomalien nun entschlossen und mit harter Hand anpackt."
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Italienische "Atom-Bombe"
In der Tageszeitung Dnevnik schreibt Andrej Mrevlje über die Rückkehr Italiens zur Atomenergie: "Die Ankündigung des Ministers für wirtschaftliche Entwicklung Claudio Scajola hat im nicht-atomaren Italien eingeschlagen wie eine Bombe. ... Prodis Regierung hatte Untersuchungen zum Bau von Atomkraftwerken auf die Zukunft ... verschoben, da man erwartete, bei der vierten Generation der Atomkraftwerke eine höhere Sicherheitsstufe und eine sehr begrenzte Menge an radioaktivem Abfall gewährleisten zu können. ... Berlusconis Regierung hat es eilig. Doch die Entscheidung wird nicht einfach: Während einige davon überzeugt sind, dass Atomenergie die einzige Lösung für Italien ist, warnen Experten vor den begrenzten Uranvorräten und dem teuren und langwierigen Bau von Atomkraftwerken. Doch werden die hohen Baukosten unbedeutend, wenn der Ölpreis auf 200 Dollar pro Barrel steigen wird."
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