szmtag

01.12.2008

euro|topics illustration
euro|topics
 

Navigation

Presseschau / Autorenindex


Nádas, Péter


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Élet és Irodalom - Ungarn | 20.10.2006

Das Erbe des ungarischen Aufstands

Am 50. Jahrestag definiert der ungarische Schriftsteller Péter Nádas die Revolution von 1956 als letzten Akt in der Geschichte der europäischen Revolutionen: "Ein peinlicher und blutiger Ausklang in der Jahrhunderte langen, romantischen und idealistischen Geschichte der Revolutionen. Aus, vorbei, die ungarische Revolution ist tot; egal, wie viele Denkmäler ihr die Ungarn errichten, sie bleibt tot. Sie hat die Jahre der Vergeltung überlebt, die nachfolgenden Jahrzehnte der falschen Idylle friedlicher Koexistenz nicht... Etwas zugespitzt formuliert: Im Oktober 1956 hatten die Völker und die legitimen Regierungen Europas und Nordamerikas entschieden, die Epoche revolutionärer Umwälzungen sei nun für immer vorbei. Sie hatten Recht. Die Devise der Epoche lautete: Um den Dritten Weltkrieg zu vermeiden, müssen soziale und politische Proteste in bestehende Systeme integriert werden. Mit großem Bedauern und blutenden Herzen, ihrer moralischen Verantwortung bewusst, haben sie sich entschieden, die um anderthalb Jahrhunderte verspätete Revolution der ungarischen Demokratie weder mit diplomatischen Mitteln noch durch freiwillige Kämpfer oder Waffen zu unterstützen."

Népszabadság - Ungarn | 21.09.2006

Peter Nadas über die Unruhen in Ungarn

In einem Fernsehinterview mit Sandor Friderikusz, das die Zeitung in Auszügen druckt, verteidigt der Schriftsteller Peter Nadas die geheime Rede von Premier Gyurcsany, deren Veröffentlichung eine große Demonstrationswelle und schwere Ausschreitungen in Ungarn ausgelöst hat. Das in der Rede formulierte Ziel sei gewesen, "das feudale, sozialistische System von Privilegien, mit dem das Land seit sechzehn Jahren regiert wird", zu beseitigen. Die bisherigen Regierungen "haben verteilt, was ihnen nicht gehörte. Das ist in der europäischen Praxis inakzeptabel. Ungarn hat kein Sparpaket, sondern eine umfassende Reform des Staatshaushalts nötig, die eine Bekämpfung der Korruption und den Abbau der Privilegien beinhaltet... Die Lage Ungarns würde sich erheblich verschlechtern, wenn die Gyurcsany-Regierung gestürzt würde."

Népszabadság - Ungarn | 02.05.2006

Peter Nadas über moderne Pressefotografen

Der ungarische Schriftsteller Peter Nadas hat anlässlich der Eröffnung einer Pressefotoausstellung in Budapest eine Lobrede auf den Beruf des Pressefotografen gehalten, die die Zeitung druckt. "Fotografen haben einen Beruf, sie unterscheiden sich in diesem Sinne nicht wesentlich von einem Klempner. Aber ihr Beruf ist auch ihre Berufung, ihre Lebensform... Fotografen dürfen nicht auf die leichte Schulter nehmen, was anderen Menschen widerfährt. Sie müssen zwar nicht unter den Hungernden hungern. Sie werden auch nicht in die erste Reihe gejagt, um Opfer zu werden. Aber sie scheinen die letzten, wichtigsten Fragen anderer Menschen stellen zu müssen. Um ihre psychische Unversehrtheit zu bewahren, bringen sie oft ihre körperliche Unversehrtheit in Gefahr."

Élet és Irodalom - Ungarn | 31.03.2006

Peter Nadas über das Schreiben in einer Diktatur

Der ungarische Schriftsteller Peter Nadas fragt in einem Essay, ob verantwortungsvolle Berichterstattung über eine Diktatur überhaupt möglich ist und analysiert untere anderem die Berichte des amerikanischen Journalisten William L. Shirer aus dem Deutschland des Nationalsozialismus: "Jeder doppeldeutige Satz ist ein Triumph, eine Freude für den menschlichen Geist, den Polizeistaat ganz alleine ausgetrickst zu haben... Es bleibt jedoch immer fraglich, wie weit man als Auslandskorrespondent mit Winkelzügen gehen darf, wie lange es sinnvoll ist, sich im Erfindergeist zu üben, und wo verantwortungsloses Handeln beginnt. Wenn beispielsweise jemand in Boston in seiner Küche über die brutzelnden Speckstücke seines Rühreis süßen Ahornsirup gießt, erfährt er dann aus doppeldeutigen Sätzen, wie deformiert das Denken und Verhalten jener Menschen ist, die die Sprache seit Jahren nicht zum Ausdrücken, sondern zum Verbergen von Gedanken benutzen? Wie sie im Schatten der Wörter herumschleichen, einander etwas durch die Lücken in den Definitionen zuzischeln?"

» Autorenindex


 

Bookmarken bei   del.icio.us    Digg!    YiGG.de    Webnews!    FURL    LinkARENA    Mister Wong    oneview   

Weitere Inhalte

THEMEN

NEWSLETTER

Um den kostenlosen Newsletter zu abonnieren oder zu kündigen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein:

TOP-THEMEN DER WOCHE

PRESSESCHAU-KALENDER

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31