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Naïr, Sami
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Sami Nair über Nagib Mahfus
Der französische Politologe Sami Nair schreibt einen Nachruf auf den ägyptischen Schriftsteller Nagib Mahfus, der am 30. August im Alter von 94 Jahren gestorben ist. "Um ihn zu verstehen, muss man sich eine Mischung aus Cervantes, Balzac, Clarin, Zola und Dickens vorstellen. Vor dem Hintergrund von '1001 Nacht', mit dem epischen Hauch des Alten Testaments und der Nächstenliebe des Neuen Testaments. All das eingefasst und integriert in seinen Glauben an den Koran - eines menschlichen, toleranten Koran, der gegenüber den Wissenschaften und Künsten offen ist... Mahfus war der große ägyptische Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Das tolerante Ägypten wird ihn als sein verlorenes Gewissen, seinen Vorsänger und seine wichtigste authentische kulturelle Leitfigur beweinen. Gemeinsam mit Oum Kalsum, der göttlichen Sängerin, stand er für eine bestimmte Idee der arabischen Welt, die warmherzig ist und geprägt von der Zeit der großen Heldenepen."
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Sami Nair für mehr Mobilität von Migranten
Der Politologe Sami Nair glaubt, dass "die drakonischen Gesetze zur Erlangung von Arbeitsgenehmigungen und die Furcht davor, diese wieder zu verlieren, wenn man sein Aufnahmeland verlässt," Immigranten davon abhalten, regelmäßig ihre Heimat zu besuchen. Er plädiert für "flexible Besuchsregelungen zwischen Aufnahme- und Herkunftsländern. Bilaterale Verträge müssten Mobilität gewährleisten und sollten als eine Strategie der Entwicklungshilfe verstanden werden. Diese Flexibilität würde den Aufnahmeländern durchaus zum Vorteil gereichen. Sie bekämen Nachschub an Arbeitskräften und bessere Wirtschaftsbeziehungen zu den Heimatländern der Migranten. Die Migration der Portugiesen in die Mitte Europas beweist, wie fruchtbar die Dynamik zwischen Portugal und den Aufnahmeländern ihrer Bürger ist. Warum handelt Europa mit Blick auf den Maghreb und das Afrika südlich der Sahara nicht genauso?"
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Sami Nair über Identitäten
In der Debatte um die Mohammed-Karikaturen plädiert der französische Soziologe Sami Naïr dafür, die Globalisierung und kulturelle Vielfalt in die Debatte über Meinungsfreiheit mit einzubeziehen. "Diese historische Situation, die es in dieser Intensität zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit gibt, erfordert ein Bewusstwerden und gleichzeitig ein enormes Verantwortungsgefühl. Es muss ein Verständnis dafür entstehen, dass Identitäten eine wesentliche Rolle spielen und sozialen und politischen Sprengstoff bergen. Man darf folglich Identitätsfragen nicht auf die leichte Schulter nehmen - und man darf sie nicht für eine strategische und politische Kampfansage zwischen verschiedenen Gruppen missbrauchen."
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