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01.12.2008

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Presseschau / Autorenindex


Németh, András


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Heti Világgazdaság - Ungarn | 24.01.2008

Alexej Wenediktow über falsche Höflichkeit

"Echo Moskwy" gilt als der letzte oppositionelle Radiosender Russlands. Chefredakteur Alexej Wenediktow spricht im Interview mit dem ungarischen Russlandkorrespondenten András Németh darüber, wer die Verantwortung für die derzeitige Abkühlung des Verhältnisses zwischen dem Westen und Russland trägt: "Der Westen hat den Übergang zwischen der Ära Jelzin und der Ära Putin nicht erkannt und weggeschaut, als der heutige Präsident in Tschetschenien für Ordnung gesorgt hat. Gegenüber Moskau ist übertriebene Höflichkeit ein großer Fehler, denn diese Haltung wird von der russischen Elite als Zeichen der Schwäche gewertet. Mit Moskau muss man gleichberechtigt aber entschieden verhandeln. Putin und die russische Elite wollen weiterhin Mitglied der G8 sein. Man muss sie also dazu bringen, sich an die Spielregeln dieses Klubs der Großmächte zu halten. Werden in einem Club nur grüne Sakkos mit gelben Knöpfen zugelassen, müssen diejenigen, die ein blaues Sakko tragen, sich einen anderen Club suchen. Der Westen, so meine ich, hat es Putin bislang erlaubt, in unangemessener Kleidung zu erscheinen."

Heti Világgazdaság - Ungarn | 29.03.2007

Estlands Verhältnis zur russischen Minderheit

Die Statue eines sowjetischen Soldaten soll aus der Innenstadt von Tallinn entfernt werden - so entschied das estnische Parlament Mitte Februar. Ein neuer Gesetzesentwurf verbietet generell die öffentliche Zurschaustellung von Monumenten, die die Zeit der sowjetischen Besatzung verherrlichen. András Németh erläutert den Hintergrund des Konflikts: "Die 350.000 Angehörigen der russischen Minderheit in Estland stellen nach wie vor ein Problem dar: Nur ein Drittel besitzt die estnische Staatsbürgerschaft, der Rest ist staatenlos oder russischer Staatsbürger... Die Esten werfen dieser Minderheit Untreue gegenüber Estland vor und fordern, dass sie Estnisch lernen. Die Russen kritisieren die 'offizielle Geschichtsfälschung' Estlands. Im 'Museum der Besatzungen' lesen wir eine Bildunterschrift, die das Missfallen der Russen erklärt: 'Angesichts der Zahl der Ermordeten und der Brutalität war die deutsche Besatzung weniger erbarmungslos als die sowjetische Besatzung Estlands'. Nebenan läuft gerade ein Dokumentarfilm, in dem ehemalige estnische SS-Soldaten ihre Kollaboration mit Nazi-Deutschland damit rechtfertigen, dass sie sich als treue Söhne des Vaterlands für die russischen Gräueltaten auf diese Weise rächen wollten."

Heti Világgazdaság - Ungarn | 22.02.2006

Wirtschaftlicher Einfluss Russlands auf Ostmitteleuropa

Moskau-Korrespondent Andras Nemeth analysiert das Verhältnis zwischen Russland und den ostmitteleuropäischen Ländern: "Russland will seine wirtschaftliche Präsenz in den ostmitteleuropäischen Länder stärken. Präsident Putins bevorstehende Reisen nach Prag und Budapest sollen diesem Zweck dienen... Russland versucht, seine wirtschaftliche Überlegenheit, die steigenden Öl- und Gaspreisen zu verdanken ist, zu missbrauchen. Viele Ungarn und Polen beobachten besorgt, dass Moskau eine immer aktivere Lobbypolitik für seine Investitionsinteressen betreibt, dass das russische Kapital immer mehr Spielraum in Ostmitteleuropa bekommt. Gleichzeitig beklagen russische Unternehmer seit Jahren – obwohl das ostmitteleuropäische Regierungen immer wieder bestreiten -, sie würden in Ostmitteleuropa immer noch diskriminiert."

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