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01.12.2008

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Presseschau / Autorenindex


Nigro, Luciano


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Repubblica - Italien | 05.08.2008

Die nackte Wahrheit

Der Stab des Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi hat ein Gemälde des Meisters Giambattista Tiepolo retuschieren lassen, das im Pressesaal der Regierung hängt: Der entblößte Busen einer leicht bekleideten Frau, die die Wahrheit symbolisiert, wurde übermalt. Die Tageszeitung La Repubblica äußert sich fassungslos: "Die Unterwäsche, die die Blöße bedeckt, sorgt für Aufregung in der Welt der Kunsthistoriker. Sie erinnert an die berühmteste Episode der Keuschheitszensur, als [der Maler] Daniele da Volterra vor 400 Jahren den nackten Seelen von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle Unterhosen anzog. Der Leiter der Vatikanischen Museen schüttelt fassungslos den Kopf, die päpstlichen Museen haben heute das Primat für entblößte Figuren, während die Regierung die Blöße der Wahrheit bedeckt. … Wird der Keuschheitsschleier wieder abgenommen? Aus den Reihen Berlusconis Schweigen, aber immerhin macht das Symbol, das das Kulturministerium für sich gewählt hat, Hoffnung: die nackte Daphne von Bernini."

La Repubblica - Italien | 03.08.2007

Rückblende auf ein Attentat

Bei einem Anschlag auf den Bahnhof von Bologna am 2. August 1980 starben 85 Menschen, etwa 200 wurden verletzt. Im Interview mit Luciano Nigro spricht der damalige Bürgermeister der Stadt, Renato Zangheri, über diesen Anschlag. "Nach 27 Jahren wurde nun endlich das Staatsgeheimnis um die damaligen Ereignisse aufgehoben. Dennoch wird man wahrscheinlich nie erfahren, wer für diese Tragödie verantwortlich ist. Es ist klar, dass es nicht nur um diese eine Bombe ging. Man weiß bereits, dass Neofaschisten die Bombe gezündet haben, aber die Pläne dazu wurden auf höherer Ebene gefasst... Derjenige, der entschieden hat, an einem ersten Samstag im August zuzuschlagen, an dem traditionell Großeltern und Kinder ans Meer fahren, hatte eine deutliche Absicht... Es ging darum, weitere Zwischenfälle der gleichen Art auszulösen und so das Land in einen Bürgerkrieg zu stürzen. Es war ein Anschlag auf die [italienische] Demokratie, und zwar genau dort, wo sie am besten funktioniert hat."

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