Bereichsmenü: Presseschau
Presseschau / Autorenindex
O`Connor, Fionnuala
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Sollte Belfasts "Friedensmauer" abgerissen werden?
Fionnuala O'Connor reagiert auf einen kürzlich erschienen Artikel, der die Idee aufbrachte, man solle die so genannte Friedensmauer in Belfast abreißen. "Die Idee ist nicht schlecht, daran zu erinnern, dass der 12 Meter hohe Grenzzaun, der katholische und protestantische Wohngebiete trennt, sowie die Steinwälle mitten auf den Straßen nicht für die Ewigkeit gedacht waren. Aber man muss nur einmal mit einer ortskundigen Person durch die Gegend fahren und man begreift sofort, warum alles so ist wie es ist und wieso es für Außenstehende schwierig sein dürfte, die Bewohner zu überzeugen, Hammer und Meißel für eine friedfertige Zerstörung anzusetzen. Ein Hauch Normalität würde vielen gut tun, doch es gibt eine Menge Straßen, deren Bewohner wissen, dass ein gut gezielter Steinwurf nach wie vor hysterische Menschenansammlungen hervorbringen kann. Sie leben auf vermintem Terrain, das vom heutigen Frieden noch wenig berührt wurde."
» weiterführende Informationen (externer Link, englisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Innenpolitik, » Großbritannien
Nordirlands Geschichte im Spiegel der Fotografie
Fionnuala O'Connor beschäftigt sich mit der Ausstellung "Out of Darkness" in der Ormeau Baths Galerie in Belfast, die Fotos von Mitgliedern der nordirischen Fotoagentur NIPPA von 1969 bis heute zeigt. Wegen des großen Besucherinteresses wurde die Ausstellung um eine Woche verlängert. "Das große Interesse mag etwas damit zu haben, dass der aktuelle Versuch, eine Gewaltenteilung [mit Großbritannien] zu etablieren, zeigt, wie viele Fortschritte schon gemacht wurden und wie viele Meilen noch zu gehen sind. Kameras können lügen. Aber sie zeigen auch, was leicht übersehen werden kann. Die, die hartnäckig behaupten, nichts habe sich verändert, sollten sich von ihren Freunden überzeugen lassen, diese Fotos anzusehen. Sie sind immer noch erschütternd - wie der Doppelmord letzte Woche in Belfast. Wenn man diese kleine Sammlung vergangenen Unglücks anschaut, bekommt man einen Eindruck von der Zerstörung in den 70er Jahren. Und es wird unmöglich zu leugnen, dass das, was jetzt existiert, ein beständiger, wenn auch nicht perfekter Friede ist."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Ausstellung / Museen, » Fotografie, » Geschichte, » Großbritannien
Belfaster Ausstellung über Vergebung
'The F word: Images of forgiveness' ist der Titel einer Ausstellung in Belfast, die Zeugnisse aus der ganzen Welt zeigt, die sich mit dem Thema Vergebung befassen. Fionnuala O Connor hat sie sich angesehen. "Die Ausstellung will, so ein einleitender Text, Menschen zeigen, für die 'die einzige Möglichkeit des Weiterlebens ist, Hass und Schuld beiseite zu schieben'. Das tut sie. Und sie erzählt auch die Geschichte einiger Menschen, die nicht vergeben haben. Da gibt es die Familie, die in Folge der Tschernobyl-Katastrophe tödlich erkrankt ist, vom kommunistischen Staat im Stich gelassen wurde und deren Ersparnisse von zusammenbrechenden Banken geschluckt wurden, die andere Menschen sehr reich gemacht haben... Da gibt es Alastair Little, der, als er 17 Jahre alt und bei der Terrororganisation Ulster Volunteer Force war, einen Mann erschoss und sagt: 'Manche Menschen können nicht vergeben. Aber das bedeutet nicht, dass sie schwach oder von Bitterkeit oder Ärger zerfressen sind... Leider sind die Begriffe Versöhnung und Vergebung politisiert worden und haben für mich deshalb ihren Wert verloren."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Ausstellung / Museen, » Alltagskultur, » Irland

