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Olesk, Arko
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
London, ein Jahr nach den Anschlägen
Arko Olesk bringt die Anschläge von London auf den gleichen Nenner wie die Unruhen in den französischen Vorstädten und die Demonstrationen russischer Jugendlicher vor einem Sowjetdenkmal in Tallinn. Bei allen Vorkommnissen seien Immigranten der zweiten Generation beteiligt gewesen: "Die Frage, was die Kinder von Immigranten dazu treibt, Kämpfe auszutragen, die eigentlich nicht ihre persönlichen Kämpfe sind, ist höchst kompliziert und gleichzeitig eine der Schlüsselfragen für die Gesellschaft... Die Anschläge von London vor genau einem Jahr waren eine traurige Folge von Entfremdung und Radikalisierung und die Ursachen werden sowohl innerhalb wie außerhalb der Gesellschaft gesucht, zum Beispiel fehlende innenpolitische Konzepte gegen radikale Ideen oder der Krieg im Irak. Aber trotz aller Arbeitsgruppen hat Großbritannien ein Jahr später noch keine Antworten gefunden - und die Zahl radikalisierter Jugendlicher wächst."
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Litauens neue Minderheitsregierung
Nach wochenlanger Regierungskrise hat Litauen nun einen neuen Premier. Die Nominierung von Gediminas Kirkilas als Chef einer Minderheitsregierung bedeutet nach Ansicht von Arko Olesk zwar kurzfristig eine Erleichterung. Er glaubt aber nicht, dass Litauen nach den zahlreichen politischen Skandalen der letzten Jahre zur Ruhe kommt. "Experten sagen der Minderheitsregierung eine Überlebensdauer bis zum Herbst voraus. Dann wird der Haushalt verabschiedet, und bis dahin wollen die anderen Parteien stillhalten. Danach könnte es jedoch zu vorgezogenen Neuwahlen kommen. Das wäre vielleicht die beste Lösung, weil Litauen so eventuell die Arbeitspartei loswürde, die mit ihrem billigen Populismus ein Viertel der Parlamentssitze ergattert hat, heute aber aufgrund handfester Skandale zum politischen Paria geworden ist."
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Deutschland als "guter Freund" Estlands
Arko Olesk blickt auf die Kanzlerschaft Gerhard Schröders zurück und freut sich auf eine Zukunft mit Angela Merkel: "Der Wechsel in der deutschen Politik ist bemerkenswert, vor allem wenn wir Merkels Vorgänger Schröder zum Vergleich heranziehen. Der spaltete Europa wegen des Irakkriegs. Seine Freundschaft zu Putin und das Projekt der Gaspipeline durch die Ostsee - ohne Rücksprache mit Polen und den baltischen Staaten - hat ihn in dieser Region das letzte Quentchen Glaubwürdigkeit gekostet. Estnischen Diplomaten zufolge unterscheiden sich Schröder und Merkel wie Tag und Nacht. Den kleineren Staaten der Union wird nun mehr Aufmerksamkeit gewidmet, auch Estland wird konsultiert. Es wäre verfrüht zu jubeln, Estland sei Deutschlands neuer Liebling. Aber Estland hat einen guten Freund gefunden."
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