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Orlowski, Witold M.
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Populismus im Streit um polnische Werften
Den drei polnischen Werften droht die Schließung, weil die EU-Kommission wegen fehlender Sanierungspläne über eine Milliarde Euro an Fördergeldern zurückfordert. Die linksliberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza kritisiert die Schuldzuweisungen der Werftarbeiter und der polnischen Opposition gegenüber der EU und der Regierung. "Wir sind in der EU, aber wir bleiben immer noch Polen. Wenn es also zur Schließung der Werften kommt, beginnt sofort eine Abrechnung und die Suche nach Schuldigen. Es geht um Emotionen und Populismus, aber nicht um Fakten. Wütende Werftarbeiter werden nach Warschau kommen und behaupten, dass sie nie irgendwelche öffentliche Hilfe bekommen hätten. ... Es wird der Rücktritt des jetzigen Schatzministers gefordert, obwohl eine viel größere Verantwortung bei den vorherigen Regierungen liegt, die jahrelang keine Lösung für das Problem gefunden haben. Es werden Anklagen an die Adresse der Kommission erhoben, die angeblich an der Leine westeuropäischer Werften hängt. ... Das Problem der Werften ist indes viel trauriger. Es geht vor allem um die Unfähigkeit, sich der verändernden Wirklichkeit anzupassen."
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EU-Dienstleistungsrichtlinie
Witold M. Orlowski befürwortet die Dienstleistungsrichtlinie, äußert aber auch Verständnis für den Widerstand gegen sie. "Auch wenn wir die für uns günstige (und für Wirtschaftsleute selbstverständliche) Dienstleistungsrichtlinie verteidigen, sollten wir die Befürchtungen der Westeuropäer nicht ignorieren. Niemand will seinen Arbeitsplatz verlieren, und uns liegt bestimmt nicht daran, dass in den Ländern der 'alten' Union die Arbeitslosigkeit stark steigt - schon deswegen, weil dies den Markt für unseren Export einschränken würde." Dass einige 100 Aktivisten der polnischen Gewerkschaften Solidarnosc und OPZZ an der Straßburger Demonstration gegen die Dienstleistungsrichtlinie teilgenommen haben, erklärt er so: "Sie wollten ihre Loyalität gegenüber den westeuropäischen Kollegen demonstrieren, um künftig auf ihre Hilfe rechnen zu können."
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