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O'Toole, Fintan
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Der "keltische Tiger" ist tot
Der 'keltische Tiger' - Synonym für den irischen Wirtschaftsboom -, ist tot, stellt Fintan O'Toole fest. "Seit dem Konjunkturrückgang, der auf die Anschläge in den USA im September 2001 folgte, gehört der klassische irische Boom der Vergangenheit an. Dass das die meisten von uns noch nicht bemerkt haben, liegt daran, dass dennoch weiter Geld geflossen ist. Der Export-Boom wurde durch zwei mit ihm zusammenhängende Booms ersetzt, den der Grundstückspreise und der Baubranche sowie den der Konsumfreudigkeit... Dies hat zu einer Wirtschaft amerikanischen Stils geführt: Menschen nehmen Kredite auf, um Sachen zu kaufen, das Wirtschaftswachstum wird so vom unersättlichen Appetit der Konsumenten abhängig. Beim echten Boom der 1990er und 2000er Jahre ging es um den Import amerikanischen Kapitals und den Export amerikanischer Waren. Beim zweiten Boom geht es konsequenterweise darum, dass wir zu amerikanischen Konsumenten werden. Wir haben die Schulden der öffentlichen Hand der 1980er Jahren durch Privatschulden ersetzt."
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Die Lehren von Tschernobyl
Fintan O'Toole spricht sich gegen Atomkraft aus. "Menschliche Unfähigkeit, Terroranschläge, der Transport von Nuklearmaterial und Naturkatastrophen (die Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004 erschütterte auch das indische Atomkraftwerk Kalpakkam) sind alles reale Bedrohungen. Ebenso real sind die astronomischen Kosten, die die Beseitigung nuklearer Abfälle aus den Atomkraftwerken verursacht. Die britische Behörde zur Stilllegung von Atomkraftwerken schätzt, dass ihre derzeitige Aufgabe 62,7 Millionen Pfund kostet. Und dass der Abfall in manchen Fällen für hunderttausende von Jahren gefährlich bleibt - ein Erbe, dass wir künftigen Generationen nicht hinterlassen sollten. Sherlock Holmes meinte bekanntermaßen, dass zur Aufklärung eines Verbrechens zunächst das Unmögliche ausgeschlossen werden muss. Um die sich zusammenbrauende Energiekrise zu lösen, müssen wir zunächst das Inakzeptable ausschließen - und das schließt Atomkraft mit ein."
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