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Pakalnina, Laila
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Transnationales Pfand
Die Tageszeitung Diena kritisiert das Müllentsorgungssystem in Lettland. "Lettland ist so mit Müll übersät, dass man kaum glauben würde, dass wir in der [zentral-lettischen Stadt] Jelgava über die größte Wiederverwertungsanlage für PET-Flaschen in ganz Osteuropa verfügen. Nur [die nordlettische Stadt] Valka ist sauber, denn in ihrer estnischen Zwillingsstadt Valga gibt es bereits seit drei Jahren einen Automaten zur Rückgabe von Flaschen, wie sie in ganz Estland üblich sind. Wenn ein Lette dort für seinen Müll auch noch Geld bekommen will, muss er nur eines beachten: Er muss den Mund halten und darf nichts auf Lettisch sagen, denn die in Lettland gekauften Flaschen sind ohne Pfand. Und die Esten sind alles andere als begeistert, wenn ihre Nachbarn sie über's Ohr hauen wollen."
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Wird Zalans lettischer Regierungschef?
Heute trifft der politisch kaum profilierte lettische Politiker Edgars Zalans von der "Volkspartei", der neuer Regierungschef werden könnte, Staatspräsident Valdis Zatlers. Auch Zatlers war bis zu seiner Wahl vor einigen Monaten relativ unbekannt. Laila Pakalnina kommentiert: "Zatlers muss heute darüber entscheiden, ob er Zalans den Auftrag zur Regierungsbildung erteilt. Aber die beiden Politiker müssen auch entscheiden, ob sie mehr als nur den Anfangsbuchstaben ihres Nachnamens gemeinsam haben. Eine Nominierung von Zalans würde bedeuten, dass wieder einmal nicht der Kandidat mit dem besten Ruf aufgestellt wird, sondern derjenige, über den allgemein am wenigsten bekannt ist."
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Lettlands Regierung tritt zurück
Der lettische Premierminister Aigars Kalvitis ist mit seiner Regierungsmannschaft nach einer Serie von Korruptionsskandalen gestern wie angekündigt zurückgetreten. Laila Pakalnina kritisiert Kalvitis' Abschiedsrede: "Diese Rede zeigt, wie dreist Kalvitis in den letzten drei Jahren war. Genau das wird den Menschen im Gedächtnis haften bleiben. Vielleicht hat diese Dreistigkeit Kalvitis die Einsicht verschafft, dass er zu der schmalen Schicht von Menschen in diesem Staat gehört, die am Schluss immer das letzte Wort haben. Doch sein unverschämtes Verhalten war der Grund für die Massendemonstration auf dem Domplatz. Diese Regierung hat den Menschen so auf die Zehen getreten, wie es künftig kaum eine Regierung wagen wird."
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Politischer Gesang aus Estland
Esten, Letten und Litauer gelten als sehr sangesfreudig. Nun haben die Esten als Ort für den dritten Durchgang ihrer Präsidentschaftswahl, zu der eine spezielle Versammlung von Amts- und Würdenträgern zusammentritt, ausgerechnet den Konzertsaal Estonia gewählt, amüsiert sich Laila Pakalnina. Sie erinnert daran, dass in historischen Quellen berichtet wird, dass schon die alten Esten bei ihren Volksversammlungen sangen. "Unabhängig davon, wie die morgigen Wahlen ausgehen - das politische Sängerfest in Estland geht weiter: Im Oktober soll es auf dem Tallinner Rathausplatz zu Ehren von Königin Elisabeth II. ein kleines Sängerfest geben. Auch ein Lied auf Englisch soll dabei sein. Vielleicht sind die Esten bei der Einschätzung der Macht des Gesangs noch konsequenter als wir Letten?"
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