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Presseschau / Autorenindex
Papaconstantinou, Petros
Prominent Greek Journalist
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Neue Begeisterung für den Sozialismus
Petros Papaconstantinou beschreibt das Phänomen der "wiedergeborenen Sozialisten" in Europa. "Ein typisches Beispiel ist die SPD in Deutschland: Nach ihrer Wahlniederlage und massiven Verlusten zugunsten der Linkspartei von Lafontaine und Gysi hat sich der SPD-Parteivorsitzende Kurt Beck einer Rückbesinnung auf die marxistischen Gesellschaftsanalyse verschrieben, einem Krieg gegen die Folgen des globalisierten Kapitalismus und der Rückkehr zum 'demokratischen Sozialismus'. Beerdigt wird damit der viel gepriesene 'dritte Weg'. Der Wettbewerb zwischen den Reformern - den Verfechtern von Schröders Erbe - und den wiedergeborenen Sozialisten könnte beim anstehenden SPD-Parteitag zu einer Spaltung führen... Die Ähnlichkeit zu dem, was gerade bei den griechischen Sozialisten, der PASOK, passiert, ist kein Zufall. Auch George Papandreou verkündet eine Rückkehr zu sozialistischen Wurzeln. Sein schlechtes Gewissen mag in PASOK-Kreisen gut ankommen, aber ob die Öffentlichkeit es ebenso überzeugend findet, ist eine andere Geschichte."
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Die russische Antwort auf das US-Raketenschild
"Washington behauptet, der Raketenschild diene dem Schutz gegen abtrünnige Staaten wie Iran oder Nordkorea. Warum also beharrt Washington auf einem umstrittenen Plan, der das russische Waffenarsenal nicht neutralisieren kann?", fragt der Journalist Petros Papaconstantinou. "Abgesehen vom militärischen Vorteil (die Basen in Osteuropa würden es Washington erlauben, den russischen Luftfahrtraum bis zum Ural auszuspionieren) gibt es auch politische Gründe: Es ist die Fortsetzung der Idee von Donald Rumsfeld, Europa in ein altes und ein neues Europa zu spalten und den Kontinent in eine anti-russische Allianz im Stil des Kalten Krieges zu drängen. Ein weiterer Kollateralschaden ist das Scheitern der Atomwaffensperrverträge, vor allem nach dem Ausstieg der USA aus dem ABM-Vertrag (Begrenzung von Raketenabwehrsystemen) 2002. Zwei Jahrzehnte nach dem Ende des Kalten Krieges bleibt die Forderung nach Abrüstung aktuell wie zuvor."
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