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Presseschau / Autorenindex
Droit, Roger-Pol
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Roger-Pol Droit plädiert für eine Alltagsphilosophie
Der französische Denker Roger-Pol Droit überlegt im Interview mit William Bourton, welchen Raum Philosophie im Alltag einnimmt. "Selbstverständlich kann Philosophie uns helfen zu leben. Aber keinesfalls indem sie uns Regeln auferlegt, wie etwa die Klostervorschriften oder die Satzung einer Sekte! Das Nachdenken über das, was man ist, was man macht, was die Welt ist oder die Macht oder das Gute und das Böse, die Gerechtigkeit, die Freiheit und der Tod - all das hat einen wesentlichen Einfluss darauf, wie wir unser Leben führen! In der Antike ging das Übernehmen einer Philosophie - ob man nun stoisch, epikureisch, zynisch oder skeptisch wurde - mit der Übernahme eines Lebensstils einher, was auch die Kleidung und die Esskultur betraf. All das liegt hinter uns, aber wir haben wieder entdeckt, dass das Nachdenken über die eigene Existenz nicht vom Alltag und den konkreten Handlungen und Entscheidungen losgelöst ist. Schon Sokrates sagte: 'Ein Leben ohne Prüfung aber ist für den Menschen nicht lebenswert.'"
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Alle verfügbaren Texte von » William Bourton
Neues Buch über die jüdische Identität
Der Leitartikler Roger-Pol Droit hat das Buch "Le juif de savoir" (Die jüdische Wissenschaft) des französischen Philosophen Jean-Claude Milner gelesen, in dem es um die jüdische Identität und die Wiederkehr des Antisemitismus geht. "Wenn man sich nicht gerade taub stellt, kann man hören, dass Worte wie 'Jude' oder 'Israel' heutzutage wieder mit einem immensen Hass verwendet werden. Fast im gesamten Orient werden sie skandiert, in Lateinamerika finden sie Widerhall, und selbst in Europa werden sie übernommen. In Russland ist der Hass schrill und weniger versteckt. Man spürt den Hass bis in die verschlafenen Provinzen - wie zu den guten alten Zeiten. Viele trauen ihren Ohren nicht. Andere empören sich, schämen sich, sind aufgeschreckt. Jean-Claude Milner versucht zu verstehen... Seine Aufklärung der Tragödie ist schrecklich und meisterhaft, radikal und mitreißend... Milner gelingt mit 'Die jüdische Wissenschaft' ein Kraftakt: Auf 200 Seiten schafft er es, die Geschichte von drei Jahrhunderten verständlich zu erklären."
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Die Redeker-Affäre und die Meinungsfreiheit
Die Tageszeitung veröffentlicht einen Aufruf zugunsten von Robert Redeker, der von rund 20 Prominenten, darunter Alain Finkielkraut und André Glucksmann unterzeichnet ist. "Eine handvoll Fanatiker hetzt gerade mit vermeintlichen religiösen Gesetzen, um – in unserem Land – unsere grundlegenden Freiheiten in Frage zu stellen. Diese Drohung gesellt sich zu dem Wispern, das hier und da in Europa zu hören ist, man solle von nun an 'Provokationen' vermeiden, um nicht fremde Empfindungen zu verletzen... Die Zeiten werden wieder hart in Europa, und daher ist jetzt Mut gefragt. Deshalb appellieren wir feierlich an die Regierung, nicht nur Robert Redeker und die Seinen weiterhin zu schützen, so wie sie es jetzt tut, sondern sich mit einer starken politischen Geste zu verpflichten, sich um sein materielles Wohlergehen so lange zu kümmern, wie er sich in Gefahr befindet. So wie es die englische Regierung für Rushdie getan hat."
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Alle verfügbaren Texte von » Alexandre Adler, » Pascal Bruckner, » Laure Adler, » Elisabeth Badinter, » Michel Deguy, » Raphaël Draï, » Elisabeth De Fontenay, » Alain Finkielkraut, » François George, » André Glucksmann, » André Grjebine, » Claude Lanzmann, » Corinne Lepage, » Bernard-Henri Lévy, » Olivier Rolin, » Elisabeth Roudinesco, » Guy Sorman, » Pierre-André Taguieff, » Michel Taubmann, » Philippe Val, » Marc Weitzmann

