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08.09.2008

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Presseschau / Autorenindex


Popescu, Ionut


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Capital - Rumänien | 05.09.2008

Land ohne Autobahn

"In den vergangenen 20 Übergangsjahren wurden in Rumänien nicht einmal hundert Kilometer Autobahn gebaut", schreibt die Wirtschaftszeitschrift Capital. "Ich glaube nicht, dass es ein europäisches Land gibt, dass weniger gebaut hat. Immer hatten wir andere Prioritäten, niemals war die Infrastruktur darunter. Hinzu kam der Mangel an Geld, eine schlechte Gesetzgebung und Inkompetenz im Infrastruktur-Bereich. Jetzt wird die fehlende Infrastruktur zur Bremse für die Entwicklung des Landes. Es reicht ein einziges Beispiel: Mercedes hat sein Werk in Ungarn gebaut, obwohl unser Land unter den Favoriten war, doch da die Straßen und Autobahnen, die die Deutschen von Mercedes brauchten, nur auf dem Reißbrett vorhanden waren, sahen die Ungarn besser aus. Und das ist ein Fall in den Medien. Nur der Herrgott weiß, wie viele andere Investoren einen Bogen um Rumänien gemacht haben, ohne Tam-Tam zu schlagen, nur weil unsere Infrastruktur keine Unternehmensentwicklung zuläßt. ... Ein anderes Problem ist das der ungelösten Eigentumsverhältnisse ... die wenigen Projekte, die begonnen wurden, sind aus diesem Grund holprig: Um beispielsweise Straßen zu verbreitern, muss man die Zustimmung von Grundbesitzern haben. Doch dazu muss man erst einmal wissen, wen man enteignen muss ... Studien sagen klar, dass Länder, die sich wirtschaftlich entwickelt haben einen gemeinsamen Nenner besitzen: ein juristisches System über Eigentumsverhältnisse und eine entsprechende Infrastruktur."

Capital - Rumänien | 28.08.2008

Überraschendes Wachstum

Während der Rest der Welt unter einer Wirtschaftskrise leidet, verzeichnet die rumänische Wirtschaft einen Höhenflug. Die Wirtschaftszeitung Capital sucht nach Gründen: "Für die Weltwirtschaft war das erste Halbjahr 2008 eines der schwersten der letzten 20 Jahre. ... Und was passiert hingegen in Rumänien? Hier wurde das größte Halbjahreswachstum der Geschichte gemessen: 8,6 Prozent. Die rumänische Wirtschaft ist von den Entwicklungen auf internationaler Ebene unberührt geblieben, obwohl sie noch nie so eng an den Rest der Welt angebunden war. ... Wie lauteten noch die Prognosen der ausländischen Analysten oder Rating-Agenturen? Bauchlandung der rumänischen Wirtschaft, harte Ausbremsung des Wachstums, möglicherweise Rezession. Rumänische Kommentatoren ... predigen seit Jahren, das Wachstum sei 'nicht nachhaltig', während die Wirtschaft währenddessen ihren eigenen Weg ging. ... Wie kommt es eigentlich dazu? Hat die Regierung Tăriceanu vor sieben oder acht Monaten irgendeine Wundermaßnahme eingeleitet? Wohl kaum. Jetzt werden die Früchte der Maßnahmen von 2005 geerntet, insbesondere aber jene der Pauschalsteuer."

Capital - Rumänien | 05.05.2008

Rumänischer Kapitalismus

Am Beispiel der Erdölraffinerie Petromidia erläutert Ionut Popescu das Schicksal der Kleinaktionäre in Rumänien: "Der Aktienpreis liegt heute durchschnittlich bei 0,02 Euro. Nach vier Jahren ist er noch geringer als zu Beginn, selbst wenn die Privatisierung der Raffinerie eine Erfolgsgeschichte war. Der Hauptaktionär des Unternehmens ist in dieser Zeit zu einem der reichsten Menschen Rumäniens geworden, weil er die Perle der Krone verkauft hat. Das Geld derjenigen, die vor vier Jahren mit dem rumänischen Unternehmer investiert hatten, ging verloren, obwohl ihr Mehrheitsgeschäftspartner außerordentlich erfolgreich war. Die Aktionäre von Microsoft-Besitzer Bill Gates dagegen sind mit ihm reich geworden. In beiden Fällen spricht man von einem legalen Geschäft. Doch das Schicksal der Kleinaktionäre zeigt uns, welche Form des Kapitalismus wir in Rumänien haben und wie sehr sich dieser von Amerika unterscheidet."

Capital - Rumänien | 11.01.2008

Rückkehrprogramm für rumänische Auswanderer

Die rumänische Regierung hat angekündigt, mit besonderen Programmen ausgewanderte Rumänen zur Rückkehr bewegen zu wollen. Rund drei Millionen Rumänen sind in den vergangenen Jahren ins Ausland gegangen, allein 2007 haben sie rund sieben Milliarden Euro ins Land geschickt. Ionut Popescu kommentiert: "So wie diese Menschen nicht auf Geheiß der Regierung weggegangen sind, so werden sie sich von ihr auch nicht zur Rückkehr bewegen lassen. Es wird der Regierung nicht gelingen, den Durchschnittslohn auf 800 bis 1000 Euro zu heben, aber soviel verdient ein Rumäne im Ausland. Zurückkommen werden also nur die, die das sowieso vorhatten. Alle anderen, deren Kinder im Ausland in die Schule gehen und die rumänische Gemeinschaften gegründet haben, werden nicht wiederkommen, ganz gleich, womit die Regierung lockt."

Capital - Rumänien | 11.01.2007

Die rumänische Justizreform

Die rumänische Justizreform steht auch nach dem EU-Beitritt des Landes unter Beobachtung der EU-Kommission. Weicht Rumänien vom Reformweg ab, setzt die Auszahlung von EU-Geldern aufs Spiel. Ionut Popescu lobt die Reformbemühungen von Justizministerin Monica Macovei: "Sie hat die EU-Vertreter überzeugt, dass die Justizministerin in Rumänien weder ihre Parteikollegen protegiert noch die Justiz gegen politische Gegner aufhetzt... Erstmals wurden ehemalige Premierminister und Minister, aber auch aktuelle Amtsinhaber bis zum Vizepremier strafrechtlich verfolgt. Vor zwei Jahren war es noch unvorstellbar, einen Präfekten oder Bürgermeister zu verhaften. Ist die Wirtschaftsbranche dadurch nun ehrlicher geworden? Sicherlich werden auch jetzt noch öffentliche Gelder entwendet. Aber niemand wagt es mehr, sei es ein Minister oder ein Parlamentarier, einen Staatsanwalt oder einen Richter anzurufen, um ihm mitzuteilen, er möge im Fall X oder Y Milde walten lassen, wenn er weiter Karriere machen wolle."

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