Bereichsmenü: Presseschau
Presseschau / Autorenindex
Popowski, Slawomir
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Russlands Demonstration nationaler Stärke
Slawomir Popowski wirft Russlands Präsident Putin vor, er instrumentalisiere die Geschichte für einen ideologischen Krieg. "Jede Nation hat das Recht, eine eigene Hierarchie von historischen Ereignissen aufzustellen, die wichtig für sie sind, ihre Identität prägen und sie als Gemeinschaft verbinden... Für die Russen ist das zweifelsohne der 9. Mai, der Tag des Endes des Krieges, der nicht zufällig Großer Vaterländischer Krieg genannt wird. Ein gewonnener Krieg, wenngleich mit dem Tod Millionen sowjetischer Soldaten bezahlt. Das muss man respektieren, den Gefallenen Ehre erweisen - auch wenn wir uns in der Bewertung der politischen Folgen dieses Krieges unterscheiden. Doch wenn Politiker, gleich welcher Couleur, anfangen, mit der Geschichte zu spielen, um mit ihrer Hilfe eigene politische oder ideologische Projekte umzusetzen, dann entsteht ein Problem. Wir werden gerade Zeugen einer solchen Entwicklung. Der gegenwärtige Krieg um Erinnerung, Symbole und Denkmäler ist im Grunde genommen ein Krieg der Ideologie, es geht um ein konkretes Bild vom Staat, von Europa und der Welt. In diesem Licht muss man die mit großem Prunk organisierte Siegesparade am Roten Platz in Moskau und den Auftritt Wladimir Putins aus diesem Anlass sehen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, polnisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Geschichte, » Russland
Weißrussland rüstet auf
Nachdem Polen moderne amerikanische Kampfflugzeuge F-16 gekauft hat, liefert Russland nun kostenlos über 20 Abwehrraketen S-300 an Weißrussland, die gleich hinter der Grenze zu Polen stationiert werden sollen. Slawomir Popowski hat den Eindruck, dass "östlich unserer Grenze wieder Kalte-Kriegs-Töne laut werden. In diesem Spiel, das vielleicht die neue geopolitische Karte unseres Kontinents bestimmen wird, ist Weißrussland nur eine Figur... Russlands Entscheidung, Weißrussland Raketen zu liefern, passt wunderbar zur internationalen Strategie Moskaus. Einerseits fühlt es sich so stark, dass es der Welt Bedingungen für die Energiesicherheit diktieren will, andererseits reagiert es nervös auf jede, selbst auf imaginäre Bedrohung."
» zum ganzen Artikel (externer Link, polnisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Osteuropa
Rückschlag für die orange Revolution
"Nur eine Woche liegt zwischen den Präsidentschaftswahlen in Weißrussland und den Parlamentswahlen in der Ukraine. Und man hat den Eindruck, dass wir es mit zwei verschiedenen Welten zu tun haben", kommentiert Slawomir Popowski. "In Weißrussland, wo Diktator Lukaschenko von einem anachronistischen sowjetischen Paradies träumt, endeten die Wahlen für Oppositionsanhänger, die gegen die Wahlfälschung protestiert haben, im Gefängnis... Mann kann hoffen, dass die Ukraine – sogar mit Strategiekorrekturen – ihrer früheren europäischen Wahl treu bleibt. Denn nur sie garantiert ihr eine volle Souveränität und eine starke Position im Dialog mit allen Partnern. Vor allem mit Russland. Die Wahlen waren auch deswegen so wichtig, weil sie zum ersten mal wirklich frei und demokratisch waren, was heißt, dass die Ukraine heute Europa viel näher ist als vor einem oder zwei Jahren. Und das ist eine große Leistung der Ukrainer."
» weiterführende Informationen (externer Link, polnisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Ukraine
Verhältnis Polen - Russland
Der russische Präsident Wladimir Putin hat seinem polnischen Kollegen Lech Kaczynski in einem persönlichen Brief die Verbesserung der bilateralen Beziehungen vorgeschlagen. Kommentator Slawomir Popowski fragt, warum Russland gegenüber Polen langsam auftaut. Der Wahlsieg der Rechtskonservativen in Polen sei "ein ausgezeichneter Anlass" für Russland gewesen, "sich ohne Gesichtsverlust aus einer Politik zurückzuziehen, die auf lange Sicht wenig Wirkung zeigte... Polen war mit seinen Argumenten langsam sogar bei den Partnern Russlands durchgedrungen, auf die Moskau bis dahin immer zählen konnte." Popowski plädiert für eine neue Russlandpolitik Polens: "Auf jeden Fall sollte sie viel rationaler sein und auch – soweit das geht – frei von Mythen, Emotionen und Komplexen, außerdem entschieden nüchterner, pragmatischer und vielleicht sogar berechnend."
» weiterführende Informationen (externer Link, polnisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Polen

