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22.11.2008

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Presseschau / Autorenindex


Quénelle, Benjamin


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Soir - Belgien | 11.04.2007

Die Geschichte belastet Russland und seine Nachbarn

Das Museum in Auschwitz hat die Eröffnung einer Ausstellung über die Rolle der Roten Armee bei der Befreiung des Todeslagers verschoben. "Im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen steht die Frage nach der Identität mehrerer von den Nazis getöteten Häftlingsgruppen", erklärt Benjamin Quénelle. Viele stammten aus Ländern, die von der UdSSR im Rahmen des Molotow-Ribbentrop-Paktes annektiert worden waren. Der Pakt hatte die Länder Mittel- und Nordeuropas zwischen der Sowjetunion und Nazi-Deutschland aufgeteilt. "Wenn sie [die Nazis] Gefangene auf dem ehemals polnischen Territorium machten, das dann von der UdSSR besetzt wurde, waren diese Menschen noch Polen oder schon Sowjets? Aus der Sicht Moskaus sind es sowjetische Bürger gewesen. Für die Museumsleitung waren es Polen, Litauer und so weiter... Diese Debatte wird zu einem Zeitpunkt geführt, zu dem das Verhältnis zwischen Polen und Russland ohnehin gespannt ist... Die Beziehungen zwischen den Ländern sind schwierig und der kleinste Zwischenfall könnte dazu führen, dass der Streit aus dem Ruder gerät. Es ist die Geschichte, die sie heimsucht - wie es oft beim Verhältnis Russlands zu seinen ehemaligen Satellitenstaaten der Fall ist."

Le Soir - Belgien | 30.03.2007

Das Freie Theater Minsk

Russlandkorrespondent Benjamin Quénelle berichtet über das Freie Theater Minsk. "In Europa öffnen ihm Theater und Festivals ihre Tore, doch wenn die Schauspieler des Freien Theaters nach Hause nach Weißrussland kommen, müssen sie im Verborgenen spielen. Im Winter in Wohnungen, im Sommer im Wald. So sieht das Leben von unabhängigen Künstlern unter dem Regime von Alexander Lukaschenko aus, der von Washington und Brüssel als letzter Diktator Europas bezeichnet wird. 'Wie jede Diktatur will dieses Regime die Volkskultur kontrollieren und bestimmen. Wir bieten da eine Alternative... Unsere Mission ist es, die Freiheit zu entdecken', sagt die dynamische Direktorin Natalia Koliada, die gemeinsam mit ihrem Mann Nikolaj Chaseline das Theater gegründet hat... Weißrussland ist ein armes, aber stabiles Land. Deshalb ist das Regime so populär, das von einer Presse unterstützt wird, die auf ein Propagandawerkzeug reduziert ist. Auch die Kultur macht da keine Ausnahme."

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