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Raabe, Julia
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Zur falschen Zeit
Der Standard ruft die zerstrittenen Parteien angesichts der russischen Machtpolitik zur Geschlossenheit auf: "Die Neuauflage der orangefarbenen Koalition ... ist dem alten Machtkampf der Rivalen zum Opfer gefallen. ... Die Krise im Kaukasus hat den Konflikt verschärft, weil das Verhältnis zu Russland in dem Land seit jeher ein schwieriges Thema ist. ... Doch gerade angesichts der schwierigen regionalen Situation kommt die Regierungskrise zur falschen Zeit. Zwar dürften Ängste vor einer russischen Militäraktion in der Ukraine unbegründet sein. Aber Moskaus Spiel mit den Muskeln ist auch für Kiew eine Warnung, das wie Georgien in die westlichen Bündnisse strebt. Jetzt ist Geschlossenheit angesagt, nicht der Wahlkampf. Das sollten sich die Parteien in den nächsten zehn Tagen überlegen."
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Neue Hoffnung auf Wiedervereinigung Zyperns
"Die Abwahl des eingefleischten griechisch-zypriotischen Nationalisten [Tassos Papadopoulos] macht den Weg frei für einen neuen Anlauf zur Wiedervereinigung der faktisch geteilten Insel", schreibt Julia Raabe. "Dass der türkisch-zypriotische Premier seine Gesprächsbereitschaft signalisiert hat, scheint die Hoffnungen auf Frieden zu bestätigen. Viel wird jetzt aber von der Türkei abhängen, die im Norden der Insel 40.000 Soldaten stationiert und zigtausende Festlandtürken dorthin übersiedelt hat. Die Haltung des Landes gegenüber Zypern - Ankara weigert sich bis heute, das EU-Mitglied anzuerkennen - ist eines der größten Hindernisse bei den Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der Union. Mit der einseitigen Unabhängigkeitserklärung des Kosovo und den Ankündigungen vieler EU-Staaten, Prishtina anerkennen zu wollen, hat Ankara aber soeben neue Munition erhalten, um auf eine unabhängige 'Türkische Republik Nordzypern' zu pochen."
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Ahmadinedschad in New York
Julia Raabe beschreibt, wie Ahmadinedschad die internationale Bühne genutzt hat. "Er hat auf Israel eingehauen ('auf Rassismus gegründet'), an der renommierten Columbia-Universität absurdes Zeug erzählt ('im Iran gibt es keine Homosexuellen') und öffentlich mit dem Gedanken gespielt, am Ground Zero einen Kranz niederzulegen - ausgerechnet er, der Präsident des 'vermutlich größten Sponsors des Staatsterrorismus' (O-Ton Condoleezza Rice). Und die Show ist noch nicht vorbei - so lange nicht, wie Ahmadinedschad noch in den USA weilt. Aber schon jetzt hat der iranische Präsident seine Rolle für Washington bestens erfüllt. Er hat sich so präsentiert, wie die Administration ihn sieht. Und da er auch der einzige Vertreter des iranischen Regimes ist, der eine solche Aufmerksamkeit in der internationalen Öffentlichkeit genießt..., besteht auch keine Gefahr, in Zukunft ein differenzierteres Bild der Lage im Iran zeichnen zu müssen."
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