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22.11.2008

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Presseschau / Autorenindex


Racionero, Luis


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Vanguardia - Spanien | 21.01.2008

Luis Racionero über die Vorherrschaft der Massenkultur

Im November 2007 hatte das amerikanische Time Magazin für Aufregung gesorgt, als es den Tod der französischen Kultur verkündete. Der spanische Essayist Luis Racionero nimmt Bezug auf die anschließende Debatte und schreibt: "Amerika ist immer noch vorherrschend, denn die Aufklärung hat jeden Einfluss verloren. Die Aufklärung konnte nur eine vorindustrielle und nicht-globalisierte Gesellschaft beeinflussen. Es gibt heute nur eine einzige Massenkultur - und sie kommt aus den USA... Die Hochkultur hat sich in Luft aufgelöst, sie ist im sterilen Elitismus der Avantgardisten und des Bürgertums ertrunken, die diese Art der Kultur hochgehalten haben. In der heutigen Welt hat die Hochkultur ihre prägende Rolle eingebüßt. In einer Massengesellschaft ist logischerweise Massenkultur vorherrschend... Das ist kein Anlass zur Freude, aber so ist es nun mal. Die Europäer sind, allen voran die Franzosen, nicht imstande, die Massenkultur zu verbessern, und so geben sie sich mit ihrem Konsum zufrieden."

La Vanguardia - Spanien | 08.05.2006

Luis Racionero über den Begriff der Nation

Der spanische Essayist Luis Racionero unternimmt in einem Essay den Versuch, das Wort "Nation" zu definieren und analysiert die Entwicklung dieses Begriffs im Lauf der Zeit. "In jeder Epoche tauchten Modelle auf, um die Aufteilung der Gebiete hinsichtlich der Technologie und des Gleichgewichts der Mächte in den verschiedenen historischen Perioden zu erfassen. Im Mittelalter gab es in Spanien, Frankreich oder Deutschland keine Staaten, sondern Grafschaften, Herzogtümer oder kleine Königreiche. In Italien sprach man von Stadt-Staaten... Jedes Format war das beste seiner Zeit, und die besten haben sich in der Folge aufgrund ihrer Effizienz auch durchgesetzt, da sie es ihren Gesellschaften erlaubten zu bekommen, was sie brauchten. Dennoch sind die Nation oder die Grafschaft im Lauf der Zeit nicht ganz verschwunden, sie bleiben im geschichtlichen Bewusstsein, in den Sitten und Traditionen erhalten. Aber sie stellen keine brauchbaren Kategorien dar und sollten in einer neuen Dimension aufgehen."

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