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Ramoneda, Josep
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Josep Ramoneda über das Erbe von 1968
Der spanische Schriftsteller Josep Ramoneda beschäftigt sich mit dem Erbe des Mai 1968, einem Thema, das bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich eine große Rolle gespielt hat. "Nicolas Sarkozy hat im Wahlkampf die Beerdigung von 1968 angekündigt, aber seit er Präsident ist, hat er sich nicht um das Begräbnis gekümmert... Sarkozy hat zwei Fehler begangen. Der erste ist typisch für die Franzosen: Man erinnert sich nicht daran, dass es 1968 auch außerhalb von Frankreich Aufruhr gab. Der zweite ist typisch für die Rechte: Sie versteht nicht, dass der Kapitalismus aufgrund seiner Fähigkeit zum Wandel (ein Grund für seine Überlegenheit gegenüber dem Kommunismus) und die liberale Rechte die Hauptprofiteure von 68 waren... Warum spielt sich Sarkozy also als Totengräber von 68 auf? ... Wenn man bedenkt, dass Sarkozy sich im kulturellen Umfeld der Rechten bewegt, dann ist es für ihn leicht in der Mythologie der Linken die Zielscheibe für seinen moralischen Bruch zu suchen. Diese Funktion hatte der Mai 68 in Sarkozys Rede."
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Mord an Anna Politkowskaja - Wie stellt sich der Westen zu Russland?
Der spanische Journalist und Essayist Josep Ramoneda bedauert, dass die westlichen Mächte Moskau gegenüber Milde walten lassen. "Geht nach dem Mord an Politkowskaja einfach alles so weiter? Ich fürchte, das wird der Fall sein. Es wird nicht mehr als die üblichen diplomatischen Proteste und Vertrauensbekundungen für die russische Justiz geben. Das ist reinster Sarkasmus. Warum hat man solche Angst vor Putin? Der objektive Grund, den mir europäische Rechte und Linke hinter verschlossenen Türen genannt haben, ist die Angst vor Russland. Die Sowjetunion war eine Zeitbombe, deren Explosion die ganze Welt erschüttert hätte. Putin hat es geschafft, Ordnung zu schaffen und das Chaos in Schach zu halten. Unsere demokratischen Führer sind gegenüber autoritären Führern nicht besonders kritisch, wenn es darum geht, Konflikte in anderen Ländern zu lösen."
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