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Rampoldi, Guido
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Spanische Kirche gegen Zapatero
Wenige Tage vor den spanischen Parlamentswahlen hat die spanische Bischofskonferenz den Erzbischof von Madrid, Antonio Maria Rouco Varela, zu ihrem Oberhaupt gewählt. Varela gilt als einer der härtesten Gegner der sozialistischen Regierung. Guido Rampoldi beschäftigt sich mit dem Streit zwischen der katholischen Kirche und Premierminister José Zapatero. "Nach drei Jahren Reibereien kommt es nun im Wahlkampf zum Knall. Aufgrund der Umfrageergebnisse hätten die Bischöfe lieber ihren schwelenden Konflikt mit der sozialistischen Regierung bei Seite schieben sollen. Stattdessen haben sie einen Mann an die Spitze der Kurie gewählt, der ein bekennender Regierungsgegner ist. In Spanien gibt es - wie im Rest Europas - immer weniger Katholiken... Zapatero hat gegen die Kirche, die bereits durch ihre rückläufige Mitgliederzahl in Panik ist, eine Reihe von Reformen durchgesetzt, die mit Sexualität und Ethik zusammenhängen. Von diesen Bereichen glaubte die Kurie bisher, die alleinige Zuständigkeit zu haben."
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Der Sieg der türkischen Mittelklasse
Guido Rampoldi analysiert den Sieg der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) bei den türkischen Parlamentswahlen am vergangenen Sonntag. "Es ist die andere Türkei, die gewonnen hat: die Türkei der kleinen bürgerlichen Mittelklasse, der Händler, der Gemäßigten. Auch wenn diese Mittelklasse nicht so ist, wie sie sich die Kemalisten wünschen, so ist sie doch nicht so fanatisch, wie man es von ihr behauptet. Ihr Islam ist türkisch, es ist der flexibelste von allen. Das Misstrauen dieser Mittelklasse gegenüber dem kemalistischen Staat - von der AKP klug genutzt - hat es dieser erlaubt, die träge türkische Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Die Auslandsinvestitionen sind enorm angestiegen, das Bruttoinlandsprodukt steigt in einem Tempo wie in Asien, die Börse ist am Kochen. Und die Löhne haben sich fast verdoppelt. Nicht der Islam ist der Sieger dieser Wahlen, sondern die Regierung mit ihrer guten Bilanz."
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