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Rauterberg, Hanno
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Oslos verwegenes Opernhaus
Das Spektalulärste an Oslos neuem Opernhaus sei das Unspektakuläre, schreibt Hanno Rauterberg: "All jene, die am Wochenende zur offiziellen Eröffnung anreisen, werden auf den ersten Blick nur ein paar schiefe Baukörper sehen, unbeholfen zum Ensemble verklammert. Waren die Opernhäuser früher auf Ewigkeit aus, sehr feierlich und sehr antikisch, wirkt dieser Bau so, als sollte es ihn gar nicht geben.... Auf diese Skepsis reagierten die Architekten des bekannten norwegischen Büros Snøhetta mit einer Doppelstrategie: Ihr Gebäude ist so glatt und kühl, als sollte alle Kritik an ihm abgleiten... Wer sich nähert, eine kleine Brücke passiert und auf den Eingang zusteuert, der hat mit einem Mal das Gefühl, als würde sich vor ihm ein Berg erheben, ein steiles Gefilde ganz weiß, ganz aus Marmor... Wie ein begehbarer Eisberg sei dieses Opernhaus, sagen viele und freuen sich über das wunderbar sprechende Sinnbild."
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Internationaler Kunstmarkt
So überdreht und wirklichkeitsfern wie im Moment ist es auf dem internationalen Kunstmarkt noch nie zugegangen, stellt Hanno Rauterberg fest. Zeitgenössische Künstler werden heute teurer gehandelt als Monet und Rubens, Beckmann oder Turner. "Was einst mit der New Economy unterging, lebt heute in der Kunstwelt weiter: die Begeisterung für den Markt und die Vorstellung, dass selbst mit dürren Ideen eine pralle Zukunft zu gewinnen sei. Auch die neue Hemdsärmeligkeit scheint von damals zu stammen. War der Handel mit Kunst lange etwas Diskretes, so werden nun dank der neuen Auktionen ständig aktualisierte Preislisten für Gegenwartskunst in den Markt hinausgepustet. Seither verwandelt sich die Diskussion über Kunst in eine Diskussion über Rekorde und Anlagen. Schleichend wird das Geld für viele zur eigentlichen Verlockung, sich mit Kunst zu befassen."
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