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22.11.2008

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Roy, Joaquín


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


El Correo - Spanien | 16.05.2008

Die EU und Lateinamerika

Anlässlich des EU-Lateinamerika-Gipfels in Lima analysiert der Leiter des EU-Zentrums der University of Miami Joaquín Roy: "Die Mehrheit der neuen EU-Mitglieder interessiert sich nicht für eine Region, zu der sie bislang kaum Beziehungen pflegte, sodass sich eine Verschiebung der EU-Prioritäten hin zur direkten Nachbarschaft und den strategisch wichtigen Regionen vollzogen hat. Auf der anderen Seite bremsen in Amerika die sich langsam bildenden Zollunionen eine regionale Integration. Das Konzept der Supranationalität wird abgelehnt und mit dem Verlust von Souveränität gleichgesetzt. Die starke Stellung des Präsidentenamtes sorgt im Zusammenspiel mit dem Wiederaufblühen populistischer Regierungen für eine Dominanz nationaler Themen. Außerdem wird die regionale Integration durch die konkurrierenden Angebote von Freihandelszonen mit den USA beeinträchtigt. ... Auf der anderen Seite des Atlantiks weigert sich die EU ihre Gemeinsame Agrarpolitik zu verändern, was [in Lateinamerika] die Angst vor einem als Hilfsprogramm getarnten Neoimperialismus nährt."

El Correo - Spanien | 19.07.2007

Portugal, das Land der Bauchredner

Joaquín Roy reagiert auf die Äußerung des portugiesischen Schriftstellers José Saramago, Portugal werde eines Tages mit Spanien fusionieren. "Vielleicht ist die iberische Union die einzige Möglichkeit, dass die Spanier Portugiesisch lernen. Heutzutage können sich alle einigermaßen gebildeten Portugiesen auf Spanisch verständigen, aber nur ein Häuflein Spanier kommt mit der Sprache des Nachbarn klar. Für die Spanier gibt es unüberwindliche Hindernisse: Das geschriebene Portugiesisch scheint ihnen recht einfach zu sein; doch wenn es um das gesprochene Portugiesisch geht, stellen sie fest, dass sich die Sprache sehr von der ihren unterscheidet. Denn es gibt ein viel differenzierteres Vokalsystem und die Konsonanten folgen wild aufeinander und werden verwischt. Für die Spanier ist Portugal das Land der Millionen Bauchredner, denn die Portugiesen sprechen grundsätzlich mit geschlossenem Mund. Sollte Portugiesisch gleichberechtigt mit dem Spanischen offizielle Sprache 'Iberiens' werden, dann müssten die Spanier diese Hindernisse überwinden."

El Diario Vasco - Spanien | 15.06.2006

Ein Europa der zwei Geschwindigkeiten?

"Die Europäische Union könnte paradoxerweise an ihrem Erfolg zugrunde gehen", schreibt Joaquin Roy, Vize-Direktor des Europazentrums an der Universität Miami. "Die EU hat ihre Hauptziele erreicht: Sie hat die europäischen Kriege beendet, den durchschnittlichen Lebensstandard aller ihrer Bürger erhöht und ihnen ein bis dahin unbekanntes Gefühl der Sicherheit geben. Sie ist zum Maßstab, ja gar zu einem Vorbild für den Rest der Welt geworden... Europa weiß nicht mehr, in welche Richtung es gehen soll, es fehlt ihm an neuen Ideen... Der Rat der EU wird einen Fahrplan bis 2009 entwerfen. Es wäre gut, wenn die EU bis dahin einige der innovativen Maßnahmen, die im Verfassungsprojekt vorgesehen waren, bereits umgesetzt hätte... Doch die anstehenden Wahlen in vielen Mitgliedsländern führen zu einer Vorsicht, die neue Perspektiven wenig wahrscheinlich macht."

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